Ursensollen
29.04.2026 - 12:37 Uhr

Grammer verlängert Vertrag von CEO Öhlenschläger um fünf Jahre

Der Grammer-Aufsichtsrat ist offenbar zufrieden mit der Arbeit von CEO Jens Öhlenschläger: Dessen Vertrag wurde nun um weitere fünf Jahre verlängert. Man habe "volles Vertrauen", heißt es.

Der Vertrag von Grammer-Chef Jens Öhlenschläger ist um fünf Jahre verlängert worden. Archivbild: Wolfgang Steinbacher
Der Vertrag von Grammer-Chef Jens Öhlenschläger ist um fünf Jahre verlängert worden.

Grammer-CEO Jens Öhlenschläger bleibt weitere fünf Jahre an der Spitze des kriselnden Ursensollener Autozulieferers. Wie der Konzern am Mittwoch in einer Ad-hoc-Meldung erklärt, habe der Aufsichtsrat der Grammer AG den Vertrag von Öhlenschläger, dem Sprecher des Vorstands, um eine weitere Amtszeit verlängert. Der Vertrag trete demnach am 1. Januar 2027 in Kraft.

„Mit der Verlängerung des Vertrags von Jens Öhlenschläger als Sprecher des Vorstands bekräftigen wir unser volles Vertrauen in ihn und in den Vorstand insgesamt“, wird Markus Lauer, Aufsichtsratsvorsitzender, in der Mitteilung zitiert. Mit dem Vorstandsteam um Jens Öhlenschläger habe sich die Grammer AG positiv entwickelt. Die Entscheidung stehe daher für Kontinuität und Stabilität für die Zukunft. „Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit in den kommenden Jahren“, sagt Aufsichtsratsboss Lauer, der als selbstständiger Rechtsanwalt auch die Grammer-Mutter Ningbo Jifeng rechtlich vertritt.

Öhlenschläger, 61, kam im November 2015 zu Grammer, zuvor war er jahrelang bei anderen Autozulieferern in führender Position tätig. Seit Januar 2019 ist er Mitglied des Grammer-Vorstands. Im Januar 2023 stieg Öhlenschläger zum CEO auf. Er übernahm den Posten in schwierigen Zeiten. Die weltweiten Krisen von Corona- bis Energiekrise sowie zuletzt die Krise der Automobilindustrie trafen Grammer als Zulieferer besonders. Der Umsatz brach ein, es gab einen größeren Stellenabbau, unter anderem auch in Ursensollen und in Immenstetten. Ein Teil der Entwicklung wurde nach China verlagert. Der chinesische Eigentümer hat sich in den vergangenen Monaten immer mehr Einfluss in dem Konzern, der weltweit rund 11.400 Mitarbeiter beschäftigt, gesichert.

Die Unternehmensführung hatte zuletzt mit Sparmaßnahmen auf die schwachen Zahlen reagiert. Und obwohl der Umsatz zuletzt weiter sank, verbreitete Grammer Optimismus. Das liegt vor allem daran, dass das Unternehmen seine Profitabilität deutlich steigern konnte. Wie Grammer in der aktuellen Meldung schreibt, seien im ersten Quartal 2026 auch Bilanzsumme und Eigenkapital gestiegen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern weiterhin einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro bei einem operativen Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von rund 80 Millionen Euro, wie es in der Meldung weiter heißt. Der Ausblick hänge jedoch maßgeblich von den weiteren geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ab. Mittelfristig strebe man laut Öhlenschläger einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro an. „Die Maßnahmen und Initiativen werden wir auch weiterhin konsequent umsetzen, um die gesteckten Ziele zu erreichen“, sagt der CEO laut Mitteilung.

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