24.09.2020 - 11:20 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Kunst statt Kunstdünger

Seit 100 Jahren gibt es das ehemalige Lagerhaus in Ursensollen. Viele Erinnerungen der Einwohner sind damit verbunden. Aus dem Getreide- und Düngerhandel ist eine Künstlerwerkstatt geworden.

von Josef SchmaußerProfil

Viele Landwirte und deren Kinder erinnern sich gerne daran, dass sie oder ihre Eltern das Lagerhaus in Ursensollen aufsuchten. Dort wurde das Getreide zum Verkauf abgeliefert, Kunstdünger oder Futtermittel wurden gekauft. Viele Gemeindebürger haben noch den ehemaligen Zweigstellenleiter Hermann Hofstetter (1926 bis 1982) und die Mitarbeiter Lorenz Strobl (1911 bis 2003) und Georg Kugler (1921 bis 2003) in guter Erinnerung. Heuer sind es 100 Jahre her, dass dieses markante, nördliche Gebäude errichtet wurde.

1918 wurde der Plan gefasst, beim Bahnhof "einen Lagerschuppenbau" zu errichten. Der Geruch von Getreide und Düngemittel zieht zwar immer noch durch das Gebäude, doch nun haben Hobby-Künstler die 100 Jahre alten Räume zu einem "Kulturtempel" umfunktioniert. Die Gruppe "KunstRaum" hat sich seit 2004 eingemietet, der Holzbildhauer Franz Nübler seit 2014.

Die Gemeinde Ursensollen unterstützte das Projekt von Anfang an und saniert Stück für Stück das von außen nun schon recht ansehnliche nördliche Gebäude. Das südliche Lagerhaus diente in den vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich als Lager für Kunstdünger. Heute nutzen es in Teilen der Bauhof der Gemeinde Ursensollen und andere Firmen. Es müsste 1927 erbaut worden sein. Die Einstellung des Lagerhausbetriebes erfolgte 1992/93. Letzter Zweigstellenleiter war Heribert Metschl. Wolfgang Babl senior und sein Sohn Heribert waren die letzten Vorstände der Lagerhaus-Genossenschaft.

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