24.06.2018 - 14:11 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Neues Konzept für Kläranlagen und Kanalisation

Der Gemeinderat Ursensollen befasst sich mit Abwasser-Studie. Auch Themen wie die Dorferneuerung in Thonhausen und die neue Kindergartengruppe werden behandelt.

Die Kleinkläranlage in Hohenkemnath.

(ua) Da die Betriebserlaubnis der Kläranlagen Hohenkemnath (2018) und die der Kläranlage Heimhof (2021) auslaufen ist es notwendig, für die Abwasserentsorgung der ganzen Gemeinde ein umfassendes neues Abwasserkonzept zu erstellen. Bürgermeister Franz Mädler betonte, dass sorgfältig geplant und abgewogen werden müsse, da wegen der notwendigen Maßnahmen auf alle Anschließer Verbesserungsbeiträge zukommen würden. Um eine umfassende Entscheidungsgrundlage dafür zu schaffen, wurde das Ingenieurbüro UTA-Ingenieure aus Amberg mit einer Abwasserstudie beauftragt, die nun vorliegt und in der Sitzung auch vorgestellt wurde.

Ein Vertreter des Büros schilderte anhand von Planunterlagen drei untersuchte Varianten und hinterlegte diese mit einer detaillierten Kostenaufstellung. Variante 1 sähe den Anschluss der Abwasseranlagen des nordöstlichen Gemeindeteils mit Hohenkemnath und dem Gewerbepark A6 an den Zweckverband zur Abwasserbeseitigung der Stadt Amberg und der Gemeinde Kümmersbruck (ZAB) vor. Vonseiten des ZAB wäre ein Anschluss mit bis zu 2000 Einwohnerwerten möglich. Die Baukosten abzüglich möglicher Fördergelder lägen bei circa 2,55 Millionen Euro.

Bei Variante 2 wäre ein Anschluss der Kläranlage Hohenkemnath an die in Heimhof vorgesehen. Für Umbauten, sämtliche Zuwendungen und die Erweiterung auf 4700 Einwohnerwerte fallen voraussichtlich 3,18 Millionen Euro an. Die Ertüchtigung der Anlage in Hohenkemnath stelle mit 3,03 Millionen Euro die unwirtschaftlichste Variante dar, da hier aufgrund der derzeitigen Belastungsgrenze zusätzlich auch eine Erweiterung der Kläranlage in Heimhof erfolgen müsste und die Unterhaltskosten dadurch steigen würden. Nach intensiven Gesprächen präferierte der Gemeinderat den Anschluss an die Kläranlage in Theuern.

Im Anschluss war die Erstellung eines digitalen Kanalkatasters auf der Tagesordnung. Hierfür ist eine Video-Befahrung aller Kanäle auf circa 55 Kilometern notwendig. Die Kosten betragen 300 000 Euro. Der Gemeinderat beschloss daher vorerst nur die Ausschreibung für die Hauptkanäle in Ursensollen und Hohenkemnath.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp