Ursensollen
10.07.2026 - 13:15 Uhr

Trendwende? Grammer steigert Umsatz im zweiten Quartal

Zuletzt hatte Grammer in jeder Quartalsmeldung einen Umsatzrückgang gemeldet. Nun berichtet der Ursensollener Autozulieferer für das zweite Quartal 2026 erstmals wieder einen steigenden Umsatz. Und auch eine zweite Zahl stimmt positiv.

Geht es für Grammer nun wieder bergauf? Die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2026 stimmen den Konzern jedenfalls positiv. Archivbild: jut
Geht es für Grammer nun wieder bergauf? Die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2026 stimmen den Konzern jedenfalls positiv.

Zuletzt ging es mit dem Umsatz bei Grammer eigentlich nur in eine Richtung: nach unten. Nun verzeichnet der Automobilzulieferer mit Sitz in Ursensollen wieder ein Umsatzwachstum. Wie Grammer in einer Ad-hoc-Mitteilung am Freitag berichtet, ist der Konzernumsatz auf Basis vorläufiger Zahlen im zweiten Quartal 2026 um rund 33,2 Millionen Euro auf etwa 499,5 Millionen Euro gestiegen. Im zweiten Quartal 2025 lag dieser bei 466,3 Millionen Euro. Zuletzt hatte Grammer in jeder Quartalsmitteilung einen Umsatzrückgang gemeldet.

Das Ergebnis, so Grammer weiter, ist im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls gestiegen: Das operative Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) übertreffe mit rund 23,4 Millionen Euro den Vorjahreswert (11,7 Millionen Euro) „deutlich“, wie der Konzern in der Mitteilung betont. Die Ergebnisentwicklung stimmte Grammer aber bereits in den zurückliegenden Quartalen positiv. Auf Basis der vorläufigen Zahlen belaufe sich das operative Ebit in den ersten sechs Monaten 2026 auf rund 41,7 Millionen Euro – es liege damit um 17,2 Prozent über dem Vorjahreswert (35,6 Millionen Euro).

Das verbesserte operative Konzernergebnis sei der Mitteilung zufolge insbesondere auf die „konsequente Umsetzung“ des Top-10-Programms im europäischen Geschäftsbereich zurückzuführen. Mit dem Programm möchte Grammer die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität der Gruppe verbessern. Zu dem Programm gehört allerdings auch ein größerer Stellenabbau in der Zentrale in Ursensollen und Immenstetten.

Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand laut Mitteilung an der im Geschäftsbericht 2025 veröffentlichten Gesamtjahresprognose (Konzernumsatz: rund 1,9 Milliarden Euro; operatives Ebit: rund 80 Millionen Euro) fest.

Für die nächsten Jahre erwartet der Grammer-Vorstand wieder steigende Umsätze. Bis 2028 will der Ursensollener Autozulieferer seinen Umsatz auf rund 2,5 Milliarden Euro steigern, wie der Konzern bereits im März 2026 mitteilte.

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