04.10.2020 - 10:35 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Ursensollener Schüler schaffen Zuhause für Fledermäuse

20 Fledermauskästen warten auf ihre Bewohner. Schüler der 8. Klasse der Mittelschule Ursensollen stellten sie im Technik-Unterricht selbst her und befestigten sie bei einem Projekttag eigenhändig im Wald.

Die Schüler der 8. Klasse der Mittelschule Ursensollen beim Anbringen der selbstgebauten Fledermauskästen im Gemeindewald bei Ehringsfeld. Mit dabei (von links) Klassenleiter Raimund Rückert, Bürgermeister Albert Geitner, Förster Michael Bartl und Fledermausexperte Rudi Leitl.
von Externer BeitragProfil

Schüler der 8. Klasse der Mittelschule Ursensollen brachten selbstgebaute Fledermauskästen im Gemeindewald bei Ehringsfeld an. Professionelle Unterstützung bekamen die zehn Jungen von Fledermausexperte Rudi Leitl und Förster Michael Bartl. Auch Bürgermeister Albert Geitner packte mit an und half bei der Befestigung der Kästen. Es sei wichtig, das Bewusstsein und Wissen für die eigene Umgebung und die Forstwirtschaft zu fördern. Nur so könne man sich auch mit ihr identifizieren, so das Gemeindeoberhaupt. Über drei Jahre werkelten die Schüler an den Nistkästen, heißt es in einer Presseinfo. Das Projekt ist Teil der Ausgleichsmaßnahmen der Gemeinde für das Baugebiet Rängberg. Die Aufstellung war eigentlich für Frühjahr dieses Jahres geplant, so Klassenlehrer Raimund Rückert. Die Bretter lieferte der gemeindliche Bauhof.

Als Standort wählten die Verantwortlichen ein Stück Gemeindewald bei Ehringsfeld. Auf den ersten Blick erscheine der Anblick etwas wild, so Förster Bartl. Er betonte aber die Wichtigkeit des ökologischen Waldbaus. Liegengebliebenes Totholz schaffe Lebensraum für die Insekten, das hereinfallende Licht bereichere die Erde und biete neuen Pflanzen ideale Voraussetzungen für ihr Wachstum. „Der Wald ist wie eine Fabrik. Das Produkt ist Holz, die Abgase sind reinste Luft und das Abwasser feinstes Trinkwasser“, so Bartl. Dieser Vergleich sorgte für viele anerkennende Gesichter.

Rudi Leitl zeigte sich erfreut von dem Engagement der Schüler. Er erklärte zu Beginn die Lebens- und Verhaltensweisen der Fledermäuse. Bis zu 50 Fledermäuse könnten sich in einem Kasten befinden. Zudem sei eine größere Anzahl an Nistkästen wichtig, da die Tiere den Platz wechseln, um sich zum Beispiel vor natürlichen Feinden wie dem Waldkauz zu schützen. In einem Radius von 50 Metern durfte jeder Schüler mit Unterstützung der Bauhofmitarbeiter Ursensollen zwei Fledermauskästen an den Stämmen befestigen. „Noch wissen die Fledermäuse nichts von den neuen Kästen, aber das wird sich schon noch rumsprechen“, so Leitl schmunzelnd.

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