24.05.2019 - 15:35 Uhr
VilseckOberpfalz

Panne beim Ziegelbrennen macht Teilabriss nötig

Kaum aufgebaut schon abgerissen. Weil bei der Ziegelproduktion etwas schief gegangen war, musste in der Region ein Gebäude zumindest teilweise rückgebaut werden.

Ziegelsteine bei der Verarbeitung. Wegen einer Panne in einem Oberpfälzer Ziegelwerk mussten an einigen Gebäuden Wände rückgebaut werden
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Für die Autoindustrie wäre es ein Fall für einen Rückruf gewesen, bei einem Ziegelwerk müssen Bauten zumindest teilweise wieder abgerissen werden: Wegen "fehlerhaften Rohstoffströmen" in einem Ziegelsteinwerk in Vilseck ist es in einer Produktcharge zu "Kalkreaktionen in den Ziegeln" gekommen. Dies bestätigte ein Sprecher des Unternehmens mit Stammsitz in Niederbayern. Weil sich diese Reaktion auf die "bauphysikalischen Qualität" der Ziegel auswirkt, musste die Auslieferung der Produkte sofort gestoppt werden.

"Weil diese Schwierigkeiten nicht sofort zu erkennen waren, waren die Ziegelsteine bereits teilweise ausgeliefert und auch schon verbaut", erklärt der Sprecher des Unternehmens weiter. Der Herstellerfirma sei es allerdings möglich gewesen, den Verbleib der ausgelieferten Ziegelsteine genau nachzuverfolgen. Die Baufirmen und Bauherren seien sofort informiert worden.

Ein Rückbau war demnach auch an einem Gebäude im westlichen Landkreis Tirschenreuth nötig, allerdings nur an einzelnen Wänden, wie der Unternehmenssprecher bestätigt. Ein kompletter Gebäudeabriss sei nirgendwo nötig gewesen.

Betroffen waren demnach Block- und Planziegel in einer Wandstärke von 24 Zentimetern, die vom 25. April bis 9. Mai in dem besagten Werk produziert wurden. Bereits bis zum 15. Mai seinen alle Baustellen und Bauunternehmer informiert und auch überprüft worden. Der Fehler sei den Ziegelsteinen nicht anzusehen gewesen, deshalb hätten die Baufirmen selbst noch nichts von der unter Umständen fehlenden Stabilität bemerkt.

Insgesamt fanden sich die Stein auf 14 Baustellen. Bei zweien warne dann auch Rückbauten nötig. "Den Baufirmen und Bauherren sind dadurch aber keine Kosten entstanden", meldet der Sprecher weiter. Wie hoch der Schaden für das Unternehmen insgesamt ausfällt, lasse sich derzeit noch nicht beziffern. Es handle sich um einen Versicherungsfall. Die Schadenshöhe werde derzeit mit der Versicherung abgeklärt.

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