Lange hat Bürgermeister Andreas Wutzlhofer gezögert. Jetzt kam er aber um eine Absage des „Advent im Schloss“ nicht mehr herum. Am Freitagmorgen entschied er schweren Herzens mit seinen engsten Mitarbeitern, den geplanten Adventsmarkt auch in diesem Jahr wieder abzusagen. „Es geht nicht anders. Angesichts der besorgniserregenden Coronazahlen, können wir den Markt nicht abhalten“, begründet er seine Entscheidung. Es wäre ein total falsches Signal in Zeiten, in denen die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Allein die Neuinfektionen der letzten Tage, aber auch verbunden mit Impfdurchbrüchen und den kaum mehr zur Verfügung stehenden Intensivbetten lasse keine andere Entscheidung zu. Kontrollierte Zugänge, Maskenpflicht, kein Alkoholausschank und sogenannte Gastroinseln oder auch keine Menschenansammlungen sind eine Menge an Auflagen, die den Markt sowieso erschweren würden und schwierig umzusetzen wären.
Nachdem auch Ministerpräsident Markus Söder noch am Donnerstag eine spürbare Verschärfung und drastische Einschnitte angesichts der explodierenden Neuinfektionszahlen forderte, könne man nicht anders, als den Adventsmarkt abzusagen. Die relativ große Anzahl an Ungeimpften in der Großgemeinde bereiten dem Stadtoberhaupt große Sorgen. Deshalb appelliert er eindringlich an alle Bürger, sich impfen zu lassen. Nur so sei dem Virus beizukommen. „Freuen wir uns auf einen Adventsmarkt 2022“, hofft Wutzlhofer auf bessere Zeiten.

















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