15.10.2020 - 10:53 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Bauboom beschert Raiffeisenbank Neustadt-Vohenstrauß beste Zahlen

Die Corona-Delle ist ausgeglichen, die Pandemie führt in manchen Bereichen sogar zu einer Sonderkonjunktur. Heuer erwartet die Raiffeisenbank Neustadt-Vohenstrauß ein ähnlich starkes Ergebnis wie 2019.

Ohne Maske, dafür mit Abstand: Vorstandssprecher Karl Völkl mit seinen Kollegen Robert Stahl und Werner Bäumler sind optimistisch für die Zukunft gestimmt.
von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Bei der Bilanzsumme knackt die Raiffeisenbank (RB) Neustadt-Vohenstrauß 2020 sogar locker die Schwelle von einer halben Milliarde Euro. Mit fast 21 000 Kunden und 8 Filialen deckt die genossenschaftliche Bank vor allem den östlichen Landkreis ab.

Vorstandssprecher Karl Völkl sowie seine Kollegen Robert Stahl und Werner Bäumler präsentierten die Bilanz des Vorjahres: Nachdem die Vertreterversammlung am Mittwochabend in der Stadthalle ihren Segen zu dem Zahlenwerk gegeben hat, insbesondere zur Ausschüttung einer Dividende von (noch) 2,5 Prozent auf die genossenschaftlichen Anteile.

Der ungebrochene Bauboom ist Ursache für den enormen Anstieg der Ausleihungen um 12 Prozent auf 272,1 Millionen Euro. Vorstandschef Völkl: „Meist sind die Objekte bereits vor der Fertigstellung verkauft.“ Der Anteil der Eigennutzer ist mit weit mehr als 50 Prozent relativ hoch. Die RB verdiente sowohl mit den Finanzierungen der Immobilien, als auch deren Vermittlung prächtig. Hier ist vom „besten Jahr seit unserem Bestehen“ die Rede. Die gesamten Kundeneinlagen erhöhten sich um 6,16 Prozent auf 533 Millionen Euro; hier entfällt rund ein Drittel auf Fonds, Aktien u.a.

Die Provisions-Erträge konnten trotzdem den Schwund der Zinsspanne (Differenz zwischen Einlagen und Ausleihungen) nicht ausgleichen, so dass die gesamten Erträge 2019 um minus 2,6 Prozent auf 13,45 Millionen Euro brutto sanken.

Die Bank liegt mit ihrem operativen Gewinn – nach Abzug aller Kosten und Steuern – dennoch annähernd im Durchschnitt der 227 Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern. Von der Bilanzsumme her nimmt NEW-VOH übrigens Rang 100 im Freistaat ein. Fusionen sind deshalb ebenso wenig ein Thema wie Filialschließungen: „Wir sind aus eigener Kraft für die Zukunft gut aufgestellt – und außerdem nicht auf Gewinnoptimierung um jeden Preis angewiesen,“ betont Völkl. Das Eigenkapital von 35,75 Millionen Euro (2018: 33,48 Millionen) ist ein solides Fundament.

Über die 1,4 Millionen Euro gezahlten Steuern können sich vor allen die Standorte Vohenstrauß und Neustadt freuen. Die Raiffeisenbank Neustadt-Vohenstrauß schüttete einen Rekord von 75 300 Euro Spenden aus. Der schrumpfenden Zinsspanne begegnet das Vorstands-Trio Völkl-Stahl-Bäumler mit dem Rotstift auf der Kostenseite; trotz der Expansion stagniert die Zahl der Mitarbeiter seit Jahren bei rund 130. Robert Stahl: „Wir stellen uns darauf ein, dass die Zinsspanne weiter fallen wird.“

Der private Bauboom, die vielen Renovierungen und Sanierungen in Corona-Zeiten, „befeuerten“ (Bäumler) regelrecht die Warenumsätze mit einem Zuwachs um 12 Prozent auf 14,23 Millionen Euro. Die Hälfte des Umsatzes entfällt auf den Standort Albersrieth. „Baustoffe und Energie sind die Schwergewichte, während früher der Agrarbereich dominiert hat“, sagt Vorstand Bäumler. Der zur Schließung vorgesehene Markt in Eslarn verfüge ausgerechnet nicht über diese Segmente. Hier ist die RB frohen Mutes, bald gute Nachrichten für eine Nachfolgenutzung zu verkünden.

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Floss

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