15.06.2021 - 12:26 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Container am Ortseingang von Kaimling sollen unsichtbar werden

Kein schöner Anblick in Kaimling: Container direkt am Ortseingang am Badeweiher. Die CSU-Fraktion Vohenstrauß brachte nun eine Idee zur Verschönerung in den Stadtrat ein, die auch an anderen Standorten in der Stadt umgesetzt werden könnte.

Die Container am Badeweiher in Kaimling sollen mit einem Sichtschutz versehen und der Grund unter den Behältnissen gepflastert werden.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

Fährt man aus Richtung Roggenstein kommend nach Kaimling bei Vohenstrauß, wird man direkt am Ortseingang von fünf Recycling-Containern begrüßt. Die Wertstoffinsel steht obendrein direkt am Badeweiher. „Es schaut einfach nicht gut aus, wenn man nach Kaimling reinkommt“, so Josef Maier als Sprecher der CSU-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Vohenstraußer Stadtrats. Seine Fraktion wünscht sich eine Verkleidung als Sichtschutz vor den Containern – und zwar nicht nur in Kaimling, sondern bei guten Erfahrungen auch an anderen Standorten in Vohenstrauß, darunter dem an der Dreifachturnhalle. Sie stellte deshalb einen Antrag auf Prüfung der Umsetzbarkeit und Kostenermittlung zur optischen Aufwertung durch Sichtschutzanlagen. Begonnen werden solle in Kaimling als Musterstandort. Das langfristige Ziel: Nach und nach sollten je Jahr ein oder zwei weitere Standorte umgestaltet werden.

Appell an Bürger

„Insoweit würden sich die notwendigen Arbeiten wie auch die Investitionen auf mehrere Haushaltsjahre verteilen“, heißt es im Antrag. Ein Musterstandort hätte zudem den Vorteil, dass die dort gesammelten Erfahrungen in der Planung künftiger Anlagen berücksichtigt werden könnten. Maier wies auch auf ein mögliches Risiko hin, wenn solche Anlagen verkleidet werden: „Wir wollen natürlich nicht einen Sichtschutz machen und damit fördern, dass der Bereich dahinter eine Schmutzecke wird.“ Mit dem Antrag sei deshalb ein Appell an die Bürger verbunden, sich entsprechend zu verhalten. Michael Gösl (FDP/UW) schlug einen einseitigen Sichtschutz vor, der den Blick auf die Container nur aus Richtung Ortseinfahrt verdeckt und die andere Seite offen lässt.

Auch die SPD-Fraktion beschäftigte sich mit dem Thema und schlug zusätzlich zum Sichtschutz in Kaimling eine Pflasterung vor, die sogar über die Wertstoffinsel hinaus gehen könne. Für die Ausgestaltung der Pflasterung und Sichtschutzanlagen brachte die CSU einen Container-Standort in Waidhaus als positives Beispiel an. Die Container dort sind von einem Holzzaun mit horizontal angebrachten Latten umgeben. Unter ihnen befindet sich eine klar vom Untergrund der Umgebung abgetrennte, helle Pflasterung samt Umrandung.

Die Kosten für die mögliche Umgestaltung der Wertstoffinseln in Vohenstrauß hängen von den jeweiligen örtlichen Begebenheiten ab. Manche infrage kommende Flächen sind bereits gepflastert, der Wasserablauf muss bei einer neuen Pflasterung gesichert sein, und an anderen Standorten ist es vermutlich gar nicht möglich, einen Sichtschutz anzubringen. Die CSU brachte hier die Wertstoffinsel am Krankenhaus in Vohenstrauß als Beispiel, die wahrscheinlich nicht verkleidbar sei.

Weitere Standorte bestimmen

Mit einer einstimmigen Entscheidung wurde die Verwaltung beauftragt, den Standort Kaimling unter den Containern (und möglicherweise einen Streifen zum Badeweiher) zu pflastern und einen Sichtschutz zu errichten. Weitere Standorte sollen im Bau-, Umwelt- und Energieausschuss bestimmt werden.

So sieht die Holzverkleidung an einem Container-Standort in Waidhaus aus. Eine Optik wie diese wünscht sich die CSU-Fraktion in Vohenstrauß auch für Kaimling und möglicherweise weitere Wertstoffinseln in der Stadt.

Nachfrage an Bauplätzen in Vohenstrauß ungebrochen

Vohenstrauß
Hintergrund:

Kosten für Umgestaltung der Werstoffinseln: Beispielrechnung

Die Beschlussvorlage zum Antrag der CSU-Fraktion enthielt folgende Beispielrechnungen zur groben Orientierung:

  • Sichtschutz: Material- und Arbeitskosten Holzlattenzaun Lärche mit verzinkten Metallpfosten und Montage rund 200 Euro pro laufendem Meter
  • Pflasterung: Material und Tiefbau rund 100 Euro pro Quadratmeter
  • Schätzung für Standort Angerweg, Waldau: Pflasterung und Sichtschutz-Zaun rund 15.000 Euro (Pflege- und Reparaturkosten noch nicht enthalten)
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