Das Wichtigste im Leben ist die Liebe. Die Liebe ist die gewaltige Kraft, die Leben verändert, Sinn und Glück schenkt, die Menschen die Gabe schenkt, zu verstehen und zu vergeben. Sie ist die Kraft, die Menschen zusammenhält und immer wieder zusammen führt. Liebe gibt nie jemanden auf. Sie ist nicht verletzend, sie ist nicht nur auf sich selbst bedacht. Sie stellt den anderen nicht bloß, selbst wenn da Wahrheiten ans Licht kommen, die nicht gut sind, nicht harmlos, sondern eher beschämend, denn sie stellt nicht bloß. Schon Apostel Paulus schreibt weiter im 13. Kapitel des Korintherbriefs „Liebe führt zum Geheimnis Gottes.“ Diese Zeilen könnten nicht besser zu einem Ehejubiläum passen.
Am Sonntag feierte der evangelische Stadtpfarrer Dieter Schinke mit Jubelpaaren die vor 60, 55, 50, 45, 40, 30, 25 oder 10 Jahren geheiratet haben einen Dankgottesdienst. Auf einmal war da dieser besondere Moment da, dieses besondere Gefühl, dass man sich verliebt hat und der andere wurde zum besonderen Menschen im Leben, sinnierte der Pfarrer weiter. Ihn würd schon interessieren wie sich die Paare kennengelernt haben. Vielleicht auf einem Fest, im Tanzlokal, oder über Freunde, manche auch in der Arbeit. Einige von Ihnen haben sich vielleicht schon vorher gekannt, sind vom gleichen Ort, in dieselbe Schule gegangen. Bei anderen war es vielleicht schon der große Zufall, dass sie sich überhaupt über den Weg gelaufen sind.
In der Geschichte „Der kleine Prinz“ bringt der Fuchs dem kleinen Prinzen bei, dass man etwas gezähmt und vertraut gemacht haben muss, damit das Sehen des Herzens und das besondere Miteinander beginnen kann. „Vor vielen Jahren haben sie ‚Ja‘ zueinander gesagt. Ein kleines Wort, das so klein und doch so wesentlich für das Leben ist“, unterstrich der Stadtpfarrer. Vielleicht war es auf dem gemeinsamen Weg nicht immer leicht, gab es Krisen, aber das „Ja“ hat durch Dick und Dünn gehalten und es hat die Phantasie und Energie, Zuneigung und Bereitschaft geschenkt, aufeinander zuzugehen, wo man sich verloren hatte und wo das Leben auf einmal so viele Ansprüche und Anforderungen gestellt hat, dass man das beinahe viel Wichtigere aus den Augen verloren hätte. „Aber das größte Geschenk ist, wenn man einen Menschen hat, mit dem man zusammen gehen darf, wenn Liebe da ist, die verbindet, wenn man sich schon so lange vertraut ist, sich so gut kennt, auch die Marotten. Aber man erträgt sie, weil da Wichtigeres ist, weil da eine Geborgenheit und Vertrautheit trägt. Es ist ein großes Geschenk gemeinsam alt werden zu dürfen“, sagte Pfarrer Schinke.
„Gott ist der rote Faden in meinem Leben, das Geheimnis hinter all dem Guten, das ich erleben und erfahren durfte, das mir Fügungen einfach geschenkt wurden und damit Lebensmut und Lebensfreude bleiben durften. Glaube nennt mir eine Adresse für meinen Dank.“ Musikalisch wurde der Ehejubiläumsgottesdienst von Organistin Susanne Ferchow. Ihre Diamantene Hochzeit (60 Jahre) feierten heuer Rita und Rudi Scholz. Auf 55 gemeinsame Ehejahre und damit auf ihre Platinhochzeit blicken Irmgard und Kurt Fiala sowie Edda und Ludwig Höcker zurück. Goldene Hochzeit (50 Jahre) stand heuer im Haus von Christine und Erhard Seidl aus Altenstadt an. Irma und Walter Fleischhauer feierten mit 45 Jahren ihre Messinghochzeit. Bei Sabine und Josef Scherer aus Kößing stand die Perlenhochzeit (30 Jahre) an. Bekannt ist die Silberhochzeit mit 25 Jahren, die Susanne und Günther Daubenmerkl aus Altenstadt begingen. Mit zehn Jahren die erste runde Zahl schafften die Jubelpaare Astrid und Paul Hopf, Karolina Schuller-Wüst und Johann Schuller sowie Sonja und Uli Münchmeier.













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