02.07.2021 - 11:24 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Motorräder rollen in Vohenstrauß in sanierte Dreifachturnhalle ein

Richtig wohl ist den Stadträten nicht bei dem Beschluss, den Motorradclub Vohenstrauß im nächsten Februar die komplett sanierte Dreifachturnhalle für ihre Ausstellung zu überlassen. Trotzdem stimmen alle Ratsmitglieder dafür.

In die frisch sanierte Dreifachturnhalle Vohenstrauß soll wieder Leben einkehren. Dazu zählen auch Veranstaltungen wie die Ausstellung des Motorradclubs Vohenstrauß im Februar 2022.
von Christine Walbert Kontakt Profil

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer setzte den Antrag des Motorradclubs Vohenstrauß kurz vor Beginn der Stadtratssitzung am Donnerstag noch schnell auf die Tagesordnung. Bei dieser Entscheidung wollte er sich des Rückhalts der Räte sicher sein. Alexander Diller. Vorsitzender des Clubs, hatte beantragt, dass die Biker wie seit 1995 schöne Tradition, im Turnus von zwei Jahren die Dreifachturnhalle zur Motorradausstellung nutzen dürfen. Wutzlhofer erklärte, dass aufgrund der aufwendigen und kostenintensiven Sanierung der Halle ein Grundsatzbeschluss gefasst werden sollte, ob die Halle weiterhin für außersportliche Veranstaltungen genutzt werden soll. Falls ja, müsse gewährleistet sein, dass der neue Hallenboden nicht beschädigt werde. Hierfür sollte die Stadt seiner Meinung nach ein Vlies anschaffen, das dann auch von anderen Veranstaltern und Vereinen in der Halle genutzt werden könnte. Die Kosten liegen bei rund 1700 Euro.

In der Diskussion wurde klar, dass die Stadträte einerseits eine breitgefächerte Nutzung der neu sanierten Halle befürworten. Andererseits hatten alle auch die Unversehrtheit des Schwingbodens im Blick. Martin Gleixner (Freie Wähler) erwähnte, dass die Mittelschule darauf verzichtet hatte, die Abschlussprüfungen in die neue Halle zu verlegen. Der Rathauschef dagegen wies darauf hin, dass es bei den bisherigen Motorradausstellungen noch keinerlei Grund für Beanstandungen gegeben habe. Die veranstaltenden Vereine, so der Tenor aller Sprecher, sollten dazu verpflichtet werden, mögliche Schäden über eine Haftpflichtversicherung zu übernehmen. Am Ende stimmten die Räte einhellig für den Antrag der Biker. Der Motorradclub muss jedoch dafür sorgen, dass die Gewichtsobergrenze von 300 Kilogramm pro Quadratmeter auf dem Hallenboden mit den schweren Maschinen nicht überschritten wird.

Infos zur Friedhofsmauer

Verwaltungsleiter Thomas Herrmann informierte darüber, dass die Verwaltung in Sachen Friedhofsmauer in Altenstadt nun ein Schreiben an die betreffenden Bürger des Ortsteils geschickt hat, "in dem einige Gerüchte und falsche Tatsachen ausgeräumt werden." Man wolle die "Grabnutzungsberechtigten" auf den aktuellen Stand der Planungen bringen. In dem Schreiben heißt es: "An uns wurde herangetragen, die Stadt Vohenstrauß gönne den Altenstädtern keine neue Friedhofsmauer. Es wird auch behauptet, die Stadt habe für die Friedhofsmauer kein Geld mehr übrig, da die Altenstädter zur Finanzierung der Vohenstraußer Aussegnungshalle herangezogen worden seien. Wir können Ihnen versichern, dass diese Aussagen in keinster Weise der Wahrheit entsprechen." Die Stadt würde sämtliche Möglichkeiten prüfen - von einer Mauersanierung über eine neue Mauer bis hin zum Hecken- oder Metallzaun. Hermann: "Wir planen eine Informationsveranstaltung, sobald uns die Kosten vorliegen." Diese Kosten würden dann auf alle Nutzungsberechtigte des Friedhofs in Altenstadt über die Friedhofsgebühren umgelegt werden.

Raumbelüftung in Klassenzimmern

Einen guten Schritt weiter sei man laut Bürgermeister Wutzlhofer bei dem Thema Luftaustausch in den Klassenzimmern von Grund- und Mittelschule. Zusammen mit den beiden Schulleitern und Außendienstleiter Karl Frey sei man zu dem Schluss gekommen, dass nur über eine Einzelraumbelüftung ein "gutes und zielführendes Ergebnis" zu erzielen sei. Frey brachte es auf den Punkt: "Frischluft muss rein, und die Abluft muss raus. Das gelingt am besten über eine dezentrale Lüftungsanlage." Man sei bereits mit verschiedenen Fachbüros in Kontakt. Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier wollte auch die Kindergärten mit in die Maßnahme eingebunden wissen. Offenbar sei für die Kindergärten ein entsprechendes Förderprogramm abrufbar.

Neue Bücherei in Wartschleife

Auf der Stelle trete man bislang noch beim Thema Verlegung der Bücherei in das Anwesen Marktplatz 3. Wutzlhofer erklärte, dass der Bauantrag vom Landesamt für Denkmalpflege in München aus für ihn nicht nachvollziehbaren Gründen regelrecht "torpediert" worden sei. "Im Hinblick auf denkmalschützerische Belange gibt es aber jetzt offenbar eine Annäherung", so der Rathauschef. In diesem Zusammenhang erwähnte er erneut die lange Bearbeitungszeit von Bauanträgen im Landratsamt. Durch die Digitalisierung würde sich offenbar noch mehr Arbeit in der technischen Abteilung anhäufen. Auch die Stadt warte bei einem Antrag bereits seit März auf grünes Licht aus Neustadt/WN.

Interessenten für Rathauscafé

Keine besonderen Neuigkeiten konnte der Bürgermeister beim Thema Rathauscafé verkünden. Die Pächterin, "die ein paar Häuser weiter nach unten gezogen ist", habe die Räumlichkeiten sauber verlassen. Das Mobiliar würde sie gern ihren Nachfolgern überlassen. Wutzlhofer sei in Verhandlungen mit einem Ehepaar, das mit dem Betrieb des Cafés Ende des Jahres beginnen möchte. Bis dahin müsse geklärt werden, was mit der Ausstattung passieren soll.

Freibad gut besucht

Der Bürgermeister gab bekannt, dass der Kassenautomat im Freibad bis zum 1. Juli insgesamt 1421 Besucher zählte. Es handelte sich um 818 Kinder und 603 Erwachsene.

Rasanter Verkehr an Gemeinschaftspraxis

Martin Gleixner bat darum, im Bereich der Gemeinschaftspraxis Poschenrieder & Korzenietz (neben Aldi) die Ortstafel zu versetzen, damit die Fahrzeuge nach dem Verlassen des Kreisverkehrs im Ein- und Ausfahrtsbereich der Praxis nicht schon mit 70 Kilometer pro Stunde vorbeirauschen dürfen. Außendienstleiter Frey versprach, mit dem Straßenbauamt, das durch den Kreisverkehr als Anlieger involviert sei, Kontakt aufzunehmen.

Mehrzweckhalle in Vohenstrauß komplett saniert

Vohenstrauß

"Frischluft muss rein, und die Abluft muss raus. Das gelingt am besten über eine dezentrale Lüftungsanlage."

Außendienstleiter Karl Frey zur Raumbelüftung in Klassenzimmern

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