14.01.2022 - 16:55 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Stadtrat Martin Gleixner steckt sich mit Corona an und ruft zur Impfung auf

Zu Beginn der Sitzung des Stadtrats in Vohenstrauß verlas Bürgermeister Andreas Wutzlhofer eine Erklärung von Stadtrat Martin Gleixner: Er hat sich mit Corona angesteckt. Mit bisher milden Symptomen rief er zur Impfung gegen das Virus auf.

Der Vohenstraußer Stadtrat Martin Gleixner hat sich mit Corona angesteckt und schickte einen Appell zur Impfung in den Stadtrat.
von Walter BeyerleinProfil

Gleich zu Beginn der Stadtratssitzung verlas Bürgermeister Andreas Wutzlhofer eine Erklärung von Stadtrat Martin Gleixner (Freie Wähler). Schnell wurde klar, warum Gleixner bei der Sitzung am Donnerstag entschuldigt fehlte: "Ich bin corona-positiv, mich hat die Omikron-Variante erwischt."

In der verlesenen Erklärung, schilderte Gleixner, dass er durch seine Impfung und die Ende November erfolgte Auffrischung nur ganz leichte Symptome habe. Was beinahe noch wichtiger sei: Er habe die Krankheit und das Virus wohl nicht weiterverbreitet und bisher niemanden aus seinem engeren Umfeld angesteckt. Das zeige ihm am eigenen Leib, wie wichtig die Impfung und wie unverzichtbar der Booster ist. Deshalb war sein Appell in dem Schreiben: "Nutzen wir die Impfung und die Angebote zur Auffrischung – zum eigenen Schutz und als Akt der Solidarität zum Schutz unserer Mitmenschen."

Bei einer Nachfrage am nächsten Tag erklärte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, dass ein Mitglied des Stadtrates nicht geimpft ist. Das Vohenstraußer Stadthaupt machte seine Aussage dazu völlig „geschlechtsneutral“.

Leider erlebten auch die Menschen in Vohenstrauß die "Spaziergänge" gegen die Coronamaßnahmen. Es spreche nichts dagegen, seine Meinung öffentlich kund zu tun. Angeführt würden diese Spaziergänge aber viel zu oft von Rechtspopulisten und mancherorts sogar von stadtbekannten Neonazis. "Dieser Gruppe geht es nicht um das Wohl der Menschen. Diese Gruppe will unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Spaltung und Hass in unserer Gesellschaft säen."

Das Gebot der Stunde sei deshalb Solidarität und eine starke einige Gesellschaft. "Nur so und gemeinsam können wir die Pandemie erfolgreich hinter uns bringen." Er wünsche sich von Herzen, dass es bald wieder möglich werde miteinander zu feiern und sich ungezwungen zu treffen. "Bis dahin: Bleibt gesund und passt auf euch auf", schrieb Gleixner, der auch "Grüße aus der Quarantäne" schickte. Das Stadtratsgremium nahm die Erklärung mit Beifall und zustimmenden Klopfen auf die Tische auf. Dann leitete Bürgermeister Andreas Wutzlhofer zum ersten Tagesordnungspunkt über.

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