15.06.2020 - 09:55 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Stammgäste fordern Öffnung des Vohenstraußer Freibads

Rundherum machen die Freibäder unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln auf. Die Pforten der städtischen Naturbadeanlage an der Pleysteiner Straße bleiben jedoch weiter geschlossen.

Andrea Kleber steht auch am Samstag bei fast 30 Grad Celsius vor verschlossenen Türen an der städtischen Naturfreibadanlage. Sie findet es schade, das Bad nicht nutzen zu können und fordert die Öffnung unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln.

von Elisabeth DobmayerProfil

Die städtische Freibadanlage bleibt trotz der knapp 30 Grad Celsius am Samstag verwaist. Treue Badegäste stehen vor verschlossenen Türen. Eine davon ist Andrea Kleber aus Altenstadt, die als Stammgast in diesem Bad auch das Schwimmen lernte. Nachdem die Freibadöffnung bereits in der vergangenen Stadtratssitzung am Donnerstag, 4. Juni, auf Anfrage von Stadtrat Josef Maier heiß und kontrovers von den Mitgliedern diskutiert wurde, sprach sie nun bei SPD-Stadtrat Bernd Koller vor und schilderte ihm ihr Anliegen, das Bad zu öffnen. „Ich kann nicht verstehen, warum rundum die Freibadanlagen aufgesperrt werden und ausgerechnet unser schönes Naturbad geschlossen bleiben soll.“ Laut zweitem Bürgermeister Uli Münchmeier soll die Thematik erst in der nächsten Stadtratssitzung am Donnerstag, 2. Juli, auf die Tagesordnung.

Kleber findet, dass es dafür zu spät sei, denn die schönen Tage sind gezählt und die Badesaison in unseren Regionen entsprechend kurz. Deshalb erwarte sie, dass die Stadt dafür eine schnelle Lösung parat hält. Aufgrund der geltenden Corona-Hygienevorgaben dürfte es in der Naturbadanlage überhaupt kein Problem darstellen, zu öffnen, denn erstens kämen nie so viele Gäste, dass es Platzprobleme gäbe und in einer Naturbadanlage könne ähnlich einer Weiheranlage auch auf Umkleidekabinen verzichtet werden. Im Übrigen könnte man die Badegäste mit Armbändern ausstatten und damit die möglichen Einlasszahlen überprüfen. Des Weiteren plädiert sie für eine Markierung auf der Liegewiese, damit der nötige Abstand eingehalten werden kann. Damit spricht sie vielen Stammgästen aus der Seele.

Ebenso könnte auf die Badeinsel verzichtet werden, nennt sie eine weitere sinnvolle Maßnahme in Corona-Zeiten. Nachdem heuer vermutlich viele Bewohner während der Sommermonate in heimischen Gefilden bleiben, wäre es unbedingt ratsam, das Bad nutzen zu können, das umweltbewusst mit dem Fahrrad erreicht werden kann. Wegen des derzeit laufenden Ausbaus der Pleysteiner Straße sieht die begeisterte Schwimmerin ebenso keine Probleme, denn das Freibad ist von der Siedlerstraße bestens über die „Kleingartenanlage“ zu erreichen. Unterstützung für ihr Anliegen erhält Andrea Kleber von der SPD.

Heinrich Gref plädiert in diesem Zusammenhang an die Vernunft und Eigenverantwortung der Badegäste, die sich und andere durch ihr gebotenes und bewusstes Verhalten nicht in Gefahr bringen. Im Freien würde Gref die Virusübertragung von Covid-19 weit weniger gering einschätzen als in geschlossenen Räumen. Jetzt hofft Andrea Kleber auf eine schnelle und positive Entscheidung der Stadt, denn sie fände es schade, wenn sie auf andere Badegelegenheiten in der Region ausweichen müsste. Noch dazu kommen auch ihre Tochter und die Enkelkinder aus Weiden gerne in das Naturfreibad und genießen die Schönheit dieser Badeanlage, die sehr familienfreundlich geführt wird.

Andrea Kleber (vorne) erhält aus SPD-Kreisen Unterstützung für ihre Forderung, das städtische Naturbad zu öffnen. Heinrich Gref (rechts) appelliert an die Eigenverantwortung der Badegäste.

Zur Diskussion im Stadtrat über die Freibad-Öffnung

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