Vohenstrauß
14.06.2018 - 21:36 Uhr

Turnverein: Gemeinden am Skilift in der Pflicht

Nur wenige Kommunen sind bereit, den Turnverein als Betreiber der Liftanlage auf dem Fahrenberg unter die Arme zu greifen. Die wäre aber bitter nötig

Das Ski- und Snowboardzentrum Fahrenberg. dob
Das Ski- und Snowboardzentrum Fahrenberg.

(dob) Der Turnverein wünscht sich für den Skilift im Ski- und Snowboardzentrum auf dem Fahrenberg mehr Unterstützung durch die Kommunen. Doch die Mitglieder sehen sich weitgehend alleingelassen. Auf eine schriftliche Bitte des Vorsitzenden Klaus Nigg reagierten bisher nur der Landkreis Neustadt/WN, die Städte Pleystein und Vohenstrauß sowie die Gemeinde Waldthurn positiv.

Andere Gemeinden lehnen eine Förderung ab. "Und das, obwohl auf allen Fremdenverkehrsprospekten mit dem Ski- und Snowboardzentrum Fahrenberg für die Wintersaison in der Region geworben wird", sagte Turnverein-Vorsitzender Klaus Nigg bei der Jahreshauptversammlung. "Keine Liftanlage in dieser Größenordnung wird von einem Verein allein getragen." Skilifte im Bayerischen Wald und im Fichtelgebirge befänden sich entweder in privater Hand oder würden von Fremdenverkehrsvereinen der Gemeinden betrieben, erklärte der Vorsitzende. Der Landkreis teilte bereits mit, einen Liftbetrieb-Zuschuss in Höhe von 5000 Euro zu gewähren. Mit den Kommunen, die sich positiv äußerten, stehe er in Verhandlungen. Wie die Unterstützung im Einzelnen aussieht, könne er noch nicht mitteilen. Nigg dankte schon im Voraus den Bürgermeistern Andreas Wutzlhofer, Rainer Rewitzer und Josef Beimler für die Unterstützung.

Die Liftanlage war in der zurückliegenden Saison 42 Tage in Betrieb. Im Januar kam sie lediglich an neun Tagen zum Einsatz. Die eigentliche Skisaison begann witterungsbedingt erst am 9. Februar und endete am 8. März. Nigg bewertete die Saison zwar als durchaus positiv. Allerdings kämpft der Verein mit zwei Problemen: Skifahrer verlassen trotz aufgestellter Warnschilder die Lifttrasse und lösen dabei ein Ausspringen des Zugseils aus.

Außerdem fiel das vorhandene Quad, das während der Saison immer wieder Reparaturen verursachte, Anfang März mit Getriebeschaden komplett aus. Somit steht die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs an erster Stelle. Preislich bewege man sich damit in einem Bereich von bis zu 25 000 Euro, informierte der Vorsitzende die Mitglieder. Sein Dank galt vor allem den Helfern am Lift: Ehrenmitglied Hans Baierl aus Vohenstrauß sowie Andreas Gmeiner und Albert Wüst aus Oberbernrieth, die mit viel Engagement die Skipiste bestens präpariert hätten.


 
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