07.03.2021 - 11:38 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Vohenstrauß: Evangelischer Stadtpfarrer sagt bald Adieu

Sein Gastspiel war kurz und intensiv. Nur drei Jahre wirkte Dieter Schinke in der evangelischen Gemeinde. Doch die Herzen seiner Mitmenschen eroberte er im Sturm, über den Weggang herrscht großes Bedauern.

Drei Jahre war Dieter Schinke evangelischer Stadtpfarrer von Vohenstrauß. Seine ruhige und bescheidene Art kam überall an. Im September tritt er seinen Ruhestand an und zieht nach Oldenburg.
von Elisabeth DobmayerProfil

Im April werden es drei Jahre, dass die rund 1500 Mitglieder der evangelische Kirchengemeinde Vohenstrauß nach einer längeren Vakanz mit Dieter Schinke einen neuen Stadtpfarrer begrüßen konnten. Die Freude darüber war riesengroß. Doch nun geht der beliebte Seelsorger Ende August in den Ruhestand. Von Gersthofen bei Augsburg aus kam Pfarrer Schinke damals in die Oberpfalz und rückte damit wieder in Heimatnähe. Seine familiären Wurzeln liegen in Grafenwöhr.

Ab 1. September heißt es dann für ihn, einen Schritt kürzer zu treten und den Ruhestand zu genießen. Den neuen Lebensabschnitt wird er in Norddeutschland verbringen. Oldenburg kennt Pfarrer Schinke aus früheren Urlaubserfahrungen. Zuvor will er noch die Kollegen in der Urlaubszeit vertreten. Die Verabschiedung ist für 18. Juli um 14 Uhr in der evangelischen Stadtkirche vorgesehen. Wie groß die Feier organisiert werden kann, werden die nächsten Wochen zeigen.

Hier lesen Sie ein Interview mit Pfarrer Dieter Schinke

Vohenstrauß

„Mir hat es in Vohenstrauß sehr gut gefallen und ich habe mich hier wohlgefühlt“, blickt Schinke zurück. Der Umbau im Pfarrhaus im ersten Jahr seines Wirkens in der Pfalzgrafenstadt sieht er mittlerweile als reichen Erfahrungsschatz und gute Fügung, denn dadurch fand er schnell Familienanschluss in seiner Übergangswohnung und lernte eine Reihe von Menschen kennen. Als gebürtiger Grafenwöhrer hilft er nun mit zwei Gottesdiensten auch dort aus, die Vakanz zu überbrücken.

„Ich bin in Vohenstrauß sehr gut aufgenommen worden, und es war ein sehr herzliches und vertrauensvolles Miteinander auch in Sachen Ökumene“, hebt Schinke hervor, der in der Bevölkerung bestens ankam. Seine ruhige, ausgeglichene, zurückhaltende und stets freundliche Art erschloss ihm die Herzen seiner Mitmenschen. Eigentlich hätte er bereits Anfang Januar in Ruhestand gehen können, doch auf Rücksicht auf die Gemeinde habe er verlängert und bleibe nun bis Ende August. Nach einigen Tagen Urlaub beginnt er dann sein neues Leben in Oldenburg mit hoffentlich guter Gesundheit und Spannung auf das, was noch kommen mag.

Die aktive Jugendarbeit seiner Heimatgemeinde war es, die ihn nach einer kaufmännischen Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg zum Theologiestudium brachte. Der bald 66-Jährige blickt auf Erfahrungen mit beruflichen Stationen in München und Rosenheim sowie als persönlicher Referent des Präsidenten des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland zurück. Zwischen 1993 und 1999 betreute er die deutschen Auslandsgemeinden in Hongkong, Peking und Taipeh. „Eine spannende Aufgabe und eine schöne Zeit“, findet der Seelsorge. Zurück in Deutschland ließen er und seine Ehefrau sich im Großraum Augsburg nieder. Nach dem Tod seiner Frau im Juli 2017 kehrte er in die Oberpfalz zurück.

 

 

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