24.08.2020 - 12:10 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Vohenstrauß: "Straßenmusikanten" beenden kurzen Serenadensommer

Wo die Musiker aus Moosbach auftauchen, ist Stimmung garantiert. Doch auch die Böhmische Blasmusik, der sie sich verschrieben haben, ist nach wie vor populär.

Böhmische Blasmusik und Musik des unvergessenen Ernst Mosch stehen bei den Zuhörern nach wie vor hoch im Kurs. Die Besucherzahlen unterstreichen diese Feststellung bei der dritten und letzten Serenade mit den Straßenmusikanten aus Moosbach.
von Elisabeth DobmayerProfil

Perfekte Momente gibt es im Leben nicht jeden Tag. Umso bewusster muss man sie genießen, so wie die Gäste, die am Sonntagnachmittag solche Augenblicke erlebten. Wie verzaubert verstreuten sich die rund 150 Zuhörer im Stadtpark bei der dritten und letzten Serenade des Corona-Sommers 2020 und schauten fasziniert auf die sechs Musikanten der Gruppe um Johannes Gruber. Nach einer coronabedingten Zwangspause traten die Musikanten nun wieder einmal vor einem dankbaren Publikum auf, um böhmische Blasmusik und Klassiker von Ernst Mosch zu spielen.

Rückblick auf die zweite Serenade

Vohenstrauß

Dritter Bürgermeister Alfons Raab machte unter den Zuhörern viele Dauergäste aus, wie die Mitglieder des FC-Bayern-Fanclubs, die er extra erwähnte, da sie bei allen drei Serenaden auf der Wiese vor dem Rondell zugegen waren. Trotz des unbeständigen Wetters waren so viele Gäste gekommen, freute sich Raab. Nachdem der Nachmittag mit dem Marsch „Pfeffer und Salz“ von Ernst Mosch schmissig eröffnet wurde, folgte die „Kuschel“-Polka von Peter Schad. Das sollten die Besucher aber keinesfalls wörtlich nehmen, meinte Johannes Gruber, der durch das Programm führte. „Kuscheln ist derzeit nicht drin.“

Robert Payers Walzer „Wenn der Wein blüht“ machte Lust auf die in wenigen Wochen beginnende Weinlese. Payer war Leiter der Original Burgenlandkapelle, informierte Gruber. Wer kennt ihn nicht, den gefühlvollen Walzer „Rauschende Birken“. Vor allem den Tänzern unter den Zuschauern dürfte es spätestens bei diesem Lied schwer gefallen sein, sitzen zu bleiben. Die Polka „Wir sind Kinder von der Eger“, der „Kaiserin Sissi“-Marsch von Timo Dellweg oder die „Sakvicka“-Polka packten die Musikanten aus ihrer Liedertasche aus. „Tränen der Liebe“ von Franz Bummerl schwebten geradezu über die Zuhörer hinweg und luden zum Träumen ein.

Nach den drei Polkas „Kleine Böhmische“, „Perlhütter“ und „Gucku-rucku-ku“ wollte sich die Gruppe eigentlich verabschieden. Doch ohne Zugaben durften die Straßenmusikanten ihre Blasinstrumente nicht einpacken. Die „Fuchsgraben“-Polka und den allseits bekannten und beliebten „Böhmischen Traum“ schickten die Musikanten in Form zweier Zugaben als Dank für den Applaus hinterher. So beendeten die Straßenmusikanten mit Hans Maier (Tenorhorn), Gabi Reitinger-Maier (Bariton, Theo Lang (Tuba), Hans Prem (Schlagzeug) Josef Schneider und Johannes Gruber (Flügelhorn) unter großartigem Beifall den kurzen Serenadensommer.

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