Vohenstrauß
30.05.2023 - 10:40 Uhr

In Vohenstrauß Trauer um Johann Gmeiner

Der 80-Jährige ist überraschend gestorben. Allerdings werden die Aufnahmen des passionierten Fotografen immer an ihn erinnern.

Johann Gmeiner. Archivbild: dob
Johann Gmeiner.

Völlig überraschend ist am vergangenen Freitag Johann Gmeiner gestorben. Er folgt damit innerhalb kürzester Zeit seiner Ehefrau Christine, mit der er knapp 60 Jahre gemeinsam durchs Leben ging. Sie starb am 22. August 2022. Nicht nur der Fotoclub Vohenstrauß, dessen Vorsitzender er bis vergangenes Jahr war, sondern auch der Fotoclub Pleystein und die Stadt werden den engagierten Gästeführer schwer vermissen. Noch im vergangenen Sommer feierte er seinen 80. Geburtstag und gab anschließend den Vorsitz im Fotoclub ab. Seine Unmengen an fotografischen Eindrücken, die er Zeit seines Lebens sammelte, werden immer an ihn erinnern.

Als Jüngster von insgesamt fünf Brüdern wuchs Gmeiner in Vohenstrauß auf. Er besuchte die Oberrealschule in Weiden und studierte in Regensburg Elektroingenieurswesen über das Fernmeldeamt. Gmeiner war zunächst Amtsvorsteher beim Fernmeldeamt in Oberviechtach, wechselte dann nach Weiden zum Fernmeldeamt und später zur Telekom. Nach der Wende war er einige Zeit für die Telekom in Suhl und leistete Aufbauarbeit. 1966 trat er mit seiner Frau Christine, geborene Wurm, an den Traualtar.

Seine große Leidenschaft gehörte dem runden Leder bei der Spielvereinigung. Als Torwart feierte er 1969 sogar den Aufstieg mit der Erfolgsmannschaft in die Bayernliga. Doch auch nach seiner aktiven Laufbahn auf dem grünen Rasen blieb Gmeiner den Fußballern als Abteilungsleiter eng verbunden. Er trainierte die A-Jugend und feierte damals mit den Nachwuchsspielern die Meisterschaft, später war er lange Zeit bei den „Alten Herren“ auf dem Spielfeld anzutreffen und immer auch bei den geselligen Treffen dabei. Danach baute er seine zweite Leidenschaft, die Fotografie, aus. Zahlreiche Ausstellungen zeigten immer wieder die Akribie und die Leidenschaft des passionierten Fotografen, der beeindruckende Bilder schuf. Die Liebe zur heimischen Natur, zu ihren Bauwerken, bildete er detailliert und realistisch ab.

Mit seiner Ehefrau bereiste er viele Länder, überwiegend ins europäische Ausland. Von dort brachte er immer Bilderserien mit, die er entweder bei den Monatsversammlungen des Fotoclubs oder der Öffentlichkeit bei zahlreichen Ausstellungen präsentierte. In den vergangenen Jahren nahm er die Besucher der Friedrichsburg bei den Führungen mit auf eine Zeitreise. Auch bei den Jubiläumsbüchern der Stadt zur 900-Jahr-Feier 2024 wirkte er im dazu eigens geschaffenen Arbeitskreis mit.

Seine Kinder Tanja, Alexandra und Thiemo, seine Schwiegerkinder und seine sechs Enkel trauern um ihren Papa, Schwiegervater und Opa. Am Mittwoch, 31. Mai, um 14.30 Uhr findet das Requiem in der katholischen Stadtpfarrkirche statt. Danach ist Beisetzung auf dem Friedhof.

 
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