17.01.2020 - 15:45 Uhr
VorbachOberpfalz

Größerer Spielraum für Investitionen

Die Finanzen sind in Ordnung, der Mitgliederstand ist stabil. Besonders groß aber ist die Freude über einen neuen starken Partner. Der FC Vorbach schaut positiv in die Zukunft.

Von Amtsmüdigkeit oder fehlendem Engagement im Ehrenamt kann beim FC Vorbach keine Rede sein. Jung und frisch präsentiert sich auch der Vorstand. Ihm gehören an: (von links) Robert Schmid, Stefan Kynast, Stephan Meier, Walter Biersack, Jonas Regner, Niko Lautner, Benni Retzer, Niko Biersack, Hans Wiesnet, Julian Rauh, Gerhard Wilterius, Marco Lautner, Dieter Biersack und Georg Wiesent. Es fehlt Annemarie Müller, die Leiterin der Damenriege.
von WMIProfil
Vorsitzender Hans Wiesnet (Mitte) freut sich auf die Zusammenarbeit mit den beiden neuen Ausschussmitgliedern Niko Lautner (links) und Dieter Biersack (rechts).
Seit insgesamt 190 Jahren halten sie dem FC Vorbach die Treue - und das auch als Spieler, Betreuer, Ausschussmitglied, Platzwart, Spartenleiter, Sportheimwirt, Helfer und vieles mehr. Vorsitzender Hans Wiesnet (von rechts) dankt im Namen des gesamten Sportvereins Robert Sendlbeck, Berthold Götz, Harald Schlöger und Andreas Ruder für ihre ganz besondere Verbundenheit zum FC.

Die Führungsmannschaft um Vorsitzenden Hans Wiesnet hat ihre Hausaufgaben gemacht. Der Sportverein steht finanziell so gut da wie schon seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Und auch für die Zukunft wurden in den vergangenen Monaten die Weichen gestellt.

„Besondere Erwähnung verdient im Jahr 2019 der Beginn des Sponsorings durch die Firma Novem. Wie ihr alle wisst, haben wir vor einem Jahr einen Vertrag unterzeichnet, in dem sich der FC Vorbach verpflichtet, die Firma Novem als Hauptsponsor zu bewerben“, freute sich der Vorsitzende über die Übereinkunft mit dem ortsansässigen Unternehmen. Im Gegenzug fördere der Branchenprimus für Automobil-Zierteile mit einer festgelegten Vergütung Sportverein und Spielbetrieb. „Hoffen wir, dass diese Verbindung noch lange hält“, wünschte sich Hans Wiesnet.

Zudem sorgten die wiederkehrenden jährlichen Veranstaltungen dafür, die Kosten zu decken, erklärte der Vorsitzende und zählte unter anderem den Preisschafkopf, die "Summer-Opening-Party" und die fünftägige Kirchweih auf. Auch werde das Sportheim immer wieder zu verschiedenen Anlässen gerne gebucht.

„Ein dickes Dankeschön darf ich auch dem Förderkreis sagen, der uns mit einem Betrag von etwas mehr als 9000 Euro unterstützt hat“, sagte Wiesnet. Auch der Gemeinde galt sein besonderer Dank, denn sie hatte im vergangenen Jahr nicht nur die Nachwuchsarbeit mit einem vierstelligen Betrag gefördert, sondern auch Zuschüsse von 2250 Euro für den neuen Rasenmäher und von 1000 Euro für die Bewässerung der Spielplätze geleistet.

Dann listete der Vorsitzende die größten Anschaffungen und Maßnahmen im und rund um das Sportheim auf. So wurden neue Vorhänge und eine Waschmaschine angeschafft. Die größte Investition war ein „fast neuer“ Rasenmäher im Wert von 11 250 Euro. Durch Zuschüsse von Gemeinde und Förderkreis verblieb dem Verein jedoch nur eine Nettobelastung von 5200 Euro.

Zudem wurden auf Initiative von Arno Friede und dank der Unterstützung emsiger Mitglieder ein Garagenanbau errichtet, Sitzbänke und Geländer gestrichen sowie eine Treppe zwischen den beiden Spielfeldern geschaffen. Friede fertigte zudem selbst neue Polsterbezüge für den Wirtschaftsraum an. Für die Unterhaltung der Spielfelder seieen fast 5300 Euro aufgewendet worden, teilte Wiesnet mit.

Der Vorsitzende erinnerte an den Vereinsausflug nach Fulda, die Teilnahme am Dorffest sowie an verschiedene Veranstaltungen der Sportverbände. 30 Mitgliedern wurde zu runden Geburtstagen gratuliert. „Nach wie vor sind für den FCV zwei Schiedsrichter unterwegs, die in der Region Spiele leiten", informierte er und sprach Wolfgang Busch und Stephan Meier dafür Dank aus.

Sehr gut angenommen worden sei auch das "Outdoor-Training", ein zweiteiliger Kurs über drei Monate mit der ausgebildeten Übungsleiterin Sandra Pittner. Diese sei jetzt auch Übungsleiterin B und C in der Prävention gegen Herz- und Kreislauferkrankungen, gab Wiesnet bekannt. Er berichtete von einem stabilen Mitgliederstand: Nach 3 Sterbefällen, 8 Austritten und 10 Neumitgliedern seit der Jahreshauptversammlung 2019 gehören aktuell 469 Kinder und Erwachsene dem FC an.

Kurz ging derVorsitzende auf die sportliche Situation ein. Unter anderem der gute Umgang auf und neben dem Platz sowie mit den Spielern habe den Verein dazu bewegt, mit dem bisherigen Trainer Florian Ruder weiterzuarbeiten. Es sei eine erste Spielgemeinschaft mit dem SC Eschenbach eingegangen worden, was in Zukunft noch ausgebaut werden könnte (Bericht folgt).

Abschließend dankte Hans Wiesnet allen, die sich in irgendeiner Weise für die Nachwuchsmannschaften einsetzen, von den Betreuern über die Fahrer zu den Auswärtsspielen bis hin zu denen, die seit Neuem wieder die Trikots selber waschen. Besonderer Dank für die Unterstptzung galt der Firma Auto Ritter, der Bäckerei Heitzer, der Raiffeisenbank und der Sparkasse.

„Es schaut nicht schlecht aus“, umriss Schatzmeister Stefan Kynast die finanzielle Situation des Vereins. Die aktuelle Situation ermögliche einen größeren Investitionsspielraum. Wie auch schon in den Vorjahren haben die Nachwuchsbetreuer wie auch die Mitglieder des Vereinsausschusses auf ihre Aufwandsentschädigung verzichtet. Er dankte den Kollegen und auch allen anderen Spendern.

Hans Wiesnet und sein Stellvertreter Robert Schmidt zeichneten dann langjährige Mitglieder aus. Beide dankten Daniel Schwindel aus Naslitz für 25 Jahre und Ludwig Bayer aus Menzlas für 30 Jahre Zugehörigkeit. Andreas Gottwald (Kleinkrausmühle), Harald Schlöger (Schlammersdorf) und Alois Hofmann sowie Julius Stopfer (beide Vorbach) sind seit vier Jahrzehnten Mitglied. Stolze 50 Jahre halten Andreas Ruder (Oberbibrach), Berthold Götz und Robert Sendlbeck (beide Vorbach) dem FC schon die Treue - und sind nach wie vor sehr engagiert.

Im Blickpunkt:

Zwei Veränderungen im Vereinsausschuss

Keine großen Veränderungen brachten die Neuwahlen. Dieter Biersack aus Schlammersdorf, der schon seit Jahren die Nachwuchsmannschaften betreut, übernimmt von Franziska Lautner das Amt des Schülerleiters. Und Niko Lautner aus Schlammersdorf - Spieler der ersten Mannschaft - ersetzt Hubert Lohner als Beisitzer.

Vorsitzender Hans Wiesnet bedauerte das Ausscheiden der beiden verdienten Vorstandsmitglieder. „Franziska Lautner war von 2000 bis 2010 als Jugendbetreuerin Woche für Woche mit den Spielern der F-, E- und D-Mannschaften unterwegs“, lobte er ihr außergewöhnliches Engagement. Von 2006 bis heute sei sie als Schülerleiterin und seit 2005 zudem als Platzkassiererin tätig.

Für ihre Verdienste habe sie nicht umsonst 2008 das Jugend-Verbandsehrenzeichen in Silber erhalten und 2010 den Ehrenamtspreis des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) für den Fußballkreis Amberg/Weiden. „Hubert Lohner war elf Jahre Kassier, vier Jahre Beisitzer und zwei Jahre Nachwuchstrainer. Für seine Verdienste erhielt auch er 2016 das Verbendsehrenzeichen des BFV“, würdigte Wiesnet seinen Einsatz.

Alle übrigen Funktionäre wurden in ihren Ämtern bestätigt: Vorsitzender Hans Wiesnet, zweiter Vorsitzender Robert Schmidt, dritter Vorsitzender Jonas Regner, Schriftführer Walter Biersack, Kassier Stefan Kynast, Jugendleiter Stephan Meier und Spartenleiter Gerhard Wilterius. Beisitzer bleiben Georg Wiesent, Niko Biersack, Benni Retzer, Julian Rauh, Marco Lautner und Annemarie Müller, Kassenprüfer Robert Biersack und Manfred Schmidt.

Vorbach
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