Vorbach
11.10.2019 - 18:42 Uhr

Lieber Wahrheit als "Fake-News"

In der Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes Vorbach-Oberbibrach wird vonseiten Alexander Goller und Martin Wiesend scharfe Kritik an Bürgermeister Werner Roder laut. Das lässt sich der Gemeindechef nicht gefallen.

Auf die verbalen Attacken reagiert Werner Roder nun in einer schriftlichen Stellungnahme und weist die Vorwürfe von Goller und Wiesend entschieden zurück. Roder sieht in den Klagen Gollers, dass die CSU-Fraktion von ihm keine oder zu spät Informationen erhalte, eine Wahlkampf-Masche. Dazu betont der Bürgermeister, dass diese Aussage "haltlos und irreführend" sei. "Ich weise sie daher in aller Entschiedenheit zurück." Weiter teilt er mit, dass beide im Vorbacher Gemeinderat vertretenen Fraktionen die gleichen Informationen und auch zur gleichen Zeit erhalten würden. "Im Übrigen ist Information zuallererst eine Holschuld und weniger eine Bringschuld." Es gehöre laut Gemeindechef zur Aufgabe eines Gemeinderates, sich noch fehlende Informationen selbst zu besorgen und diese notfalls auch einzufordern, wenn derjenige der Auffassung sei, er wisse über einen zur Beratung anstehenden Sachverhalt nicht ausreichend Bescheid.

Zum Vorwurf des CSU-Vertreters Oberbibrach, Martin Wiesend, ("Wir haben gute Vorschläge, haben aber wegen des Bürgermeisters nichts erreicht"), der sich auf den Bauverlauf beim Mietswohnhaus der Gemeinde bezog, betont Roder, dass diese Aussage schlichtweg falsch sei. Richtig sei laut Roder dagegen, dass alle Beschlüsse des Gemeinderats zu diesem Bau ausnahmslos einstimmig gefasst wurden. "Richtig ist zudem, dass es im Rahmen der zahlreichen Beratungen zu diesem Projekt genau einen einzigen vorgetragenen Vorschlag aus den Reihen der CSU-Fraktion gab." Dieser Vorschlag, der Bau eines Carports für die künftigen Mieter, sei vom Gremium angenommen und nachträglich in das Bauprogramm aufgenommen worden. Weitere Vorschläge der CSU habe es nicht gegeben. "Folglich konnte ihre Umsetzung von mir auch nicht be- oder gar verhindert werden", teilt Roder mit.

Der Bürgermeister fordert abschließend dazu auf, dass trotz des politischen Wettstreits - gerade in der Wahlkampfsaison - bei der Wahrheit geblieben werden sollte und nicht "im Stile Donald Trumps" Fake-News verbreitet werden sollten.

Vorbach04.10.2019
 
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