Vorbach
17.02.2021 - 12:07 Uhr

Metropolregion Nürnberg: Vorbach tritt Klimaschutz-Fonds bei

Fränkische Netzwerke besser nutzen. Dafür plädiert Bürgermeister Alexander Goller. Eines der vielen Ziele ist eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde Vorbach als Mitglied der Metropolregion Nürnberg

Unter anderem beim gemeinsamen Radwegebau sollen die fränkischen Kontakte der Gemeinde Vorbach nutzen. Symbolbild: Götz
Unter anderem beim gemeinsamen Radwegebau sollen die fränkischen Kontakte der Gemeinde Vorbach nutzen.

Bis 2050 soll Deutschland klimaneutral werden. Dieses Ziel erfordert auch regionale Handlungsstrategien. Damit kommt die Europäische Metropolregion (EMN) in den Blick. Gemeinsames Handeln heißt die Devise, um beim Klimaschutz effektiv voran zu kommen. Unterstützen soll diesen Klimapakt ein Fonds für Klimaschutz. Ein neuer Verein mit einem eindeutigen Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung der Metropolregion. Bis 2050 sollen die CO2-Emissionen in der Metropolregion um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Eine Riesenaufgabe, deren ökologischer Mehrwert mit einem interkommunalen Ansatz bewältigt werden soll.

Grüner Klimafonds

Bürgermeister Alexander Goller berichtete in der Gemeinderatssatzung von den Vorteilen eines Beitrittes zum „Klima Fonds EMN“ und nannte unter anderem zusätzliche finanzielle Anreize für lokale Projekte. Die Zielsetzung des Vereins sei es, auch wirtschaftlich nicht oder eher schwierig zu realisierende Maßnahmen im Sinne des Klimaschutzes zu verwirklichen. Als Rechtsform ist ein gemeinnütziger Verein geplant. Stimmberechtigt seien alle Mitgliedskommunen. Gemeinden bis 5000 Einwohner zahlen einen jährlichen Mitgliederbeitrag von 500 Euro. Ein überschaubare Summe, wie der Bürgermeister anmerkte und der Ratsversammlung den Beitritt empfahl. Goller dachte dabei schon an konkrete Projekte, etwa bei den anstehenden Dorferneuerungsmaßnahmen und an eine Kooperation mit Franken beim Radwegebau. Als Vorteil nannte er auch den Zugriff auf Expertisen bei der Entwicklung nachhaltiger und innovativer Klimaprojekte, zum Beispiel bei Wasserstoffprojekten.

Vorbach25.10.2020

Für die Ratsmitglieder ein guter Vorschlag. Während Marga Kreutzer betonte: „Wir sollten mit dabei sein“, urteilte Manfred Plößner: „Es geht nicht nur um den Mittelpunkt der Metropolregion, sondern um die breite Streuung der Zielvorgaben“. Zudem koste der Beitritt nicht die Welt. Sebastian Pittner regte an, auch der Firma Novem den Klimapakt schmackhaft zu machen, da im Klimaschutz-Fonds auch Fördermitglieder willkommen seien. Eine Thematisierung in der Unternehmerschaft empfahl auch Christian Friedrich. Den Beitritt zum künftigen Klimafonds beschloss das Gremium einstimmig.

Aufträge für Feuerwehrgerätehaus

Einstimmigkeit herrschte auch bei der Vergabe der Baumeisterarbeiten für das Feuerwehrgerätehaus. Fünf Angebote waren eingegangen. Das Architektur- und Ingenieurbüro Schultes ermittelte die Firma Hösl Bau aus Pressath als günstigsten Bieter. Die vom Rat einstimmig beschlossene Vergabesumme beträgt 518.609 Euro und liegt 7,7 Prozent unter der Kostenberechnung des Planungsbüros. Wegen noch fehlender Unterlagen wurde die Vergabe der Fachwerksplanung auf die nächste Gemeinderatssitzung verschoben.

Tierheimbeitrag in einer Zahlung

An der Kostenbeteiligung zum Neubau des Tierheimes in Weiden führt kein Weg vorbei. Die Fundtierverwahrung ist eine kommunale Aufgabe. Zur Finanzierung des Tierheimes besteht eine Zuschussvereinbarung auf Landkreisebene. Als Maßstab für den jeweiligen Baukostenzuschuss der Landkreisgemeinden übermittelte der federführende Kreisverband Neustadt/WN des Bayerischen Gemeindetages Modelle zu den Zahlungsmodalitäten, die entweder eine Zuschusszahlung in einer Summe oder alternativ die Zahlung in drei gleichen Jahresraten entsprechend dem Baufortschritt oder eine jährliche Zuwendung für die Dauer von 20 Jahren vorsehen. Bei der längerfristigen Zuschussvariante fallen erhebliche Zinszahlungen an. Auch Negativzinsen sind nicht auszuschließen. Deshalb empfahl Sebastian Pittner mit einem „weg damit“ eine Einmalzahlung, die der Rat einstimmig billigte. Der Zuschussanteil der Gemeinde Vorbach beträgt 10.537,50 Euro.

Nächster Schritt im Hochwasserschutz

Im kurzen Anfragenteil interessierte Manfred Plößner der Planungsstand zum Hochwasserschutz in Oberbibrach. Dazu stellte der Bürgermeister fest: „Der HQ-Berechnung für das Gebiet Schneidweiher und Rosaweiher steht nichts mehr im Wege“. Goller hofft eine rasche Vorlage, um in nächsten Schritt einen Planungsauftrag für die Hochwasserschutzmaßnahmen zu vergeben.

Freu-Zeit-Pass

Der Kreisjugendring (KJR) Neustadt/WN kreiert aus einem Freizeitpass ab 2021 einen „Freu.Zeit-Pass“. Dabei plant der KJR eine Kinder-Freizeit-Broschüre und einen Freizeitpass in einem neuen und attraktiveren Layout. Dazu benötigt das Team des KJR Anregungen zu Freizeitgestaltungen im Landkreis und in den Nachbarlandkreisen. Die Broschüre gibt es kostenlos. Die Verteilung erfolgt über die Schulen. Zusätzlich wird jeder Abonnent der Tageszeitung im Juli im Rahmen einer Zeitungsausgabe ein kostenloses Exemplar der Freizeitbroschüre erhalten. Auch in den Rathäusern sind die Broschüren erhältlich. Goller appellierte an alle Vereine und Unternehmen, die Freizeitplanung für Kinder und Jugendliche mit Aktionen zu unterstützen. Die Bitte richtete der Rathauschef auch an die Gemeinderäte. Vorschläge werden bis zur nächsten Sitzung entgegengenommen.

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