29.12.2020 - 12:12 Uhr
VorbachOberpfalz

Oberbibracher Vorschläge für Kleinprojekte im Gemeinderat Vorbach: Behindertenparkplatz und neues Dach für Bushäuschen

"Regionalbudget" heißt das Zauberwort für die Förderung von Kleinprojekten in den Gemeinden. Voraussetzung ist ein kommunales Bündnis, wie es auch im "Kooperationsraum Vierstädtedreieck" besteht. Auch Vorbach will dies nutzen.

Gemeinde- und Pfarrgemeinderätin Anneliese Weber wünscht sich anstelle der Grünfläche (links) auf Höhe des Eingangs zur Expositurkirche St. Johannes Evangelist einen Behindertenparkplatz .
von Robert DotzauerProfil

Mit dem Regionalbudget fördert das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Gemeinden, die sich freiwillig im Rahmen einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) zusammengeschlossen haben. Hintergrund ist ein eigenverantwortliches Gemeinschaftsdenken zur ländlichen Entwicklung.

Auch das Vierstädtedreieck beteiligt sich im Zuge eines ILE-Zusammenschlusses am Programm. Gefragt sind gute Einfälle für sogenannte Kleinprojekte, deren förderfähige Gesamtausgaben pro Kommune 20.000 Euro nicht übersteigen. Für den gesamten ILE-Zusammenschluss beträgt das Förderbudget jährlich 100.000 Euro.

Die Frist zur Projekteinreichung endet offiziell am 31. Dezember. Höchste Zeit also für Bewerbungen, sagten sich Bürgermeister Alexander Goller und die Gemeinderäte in ihrer Dezember-Sitzung.

Aus den Reihen des Gremiums waren in der Jahresabschlusssitzung Vorschläge der Oberbibracher Ratsmitglieder Anneliese Weber und Martin Wiesend zu beraten. Auch als Mitglied des Pfarrgemeinderats plädierte Weber für die Ausweisung eines Behindertenparkplatzes in unmittelbarer Nähe der Expositurkirche St. Johannes Evangelist.

Anneliese Weber begründete den dringenden Bedarf mit persönlichen Beobachtungen bei Einsätzen als Ordner. So müssten Kirchgänger aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen von Angehörigen gebracht und wieder abgeholt werden. Dies führe des Öfteren zu Verkehrsgefährdungen.

Im Falle eines Behindertenparkplatzes gegenüber dem barrierefreien Eingang zur Kirche könne in vielen Fällen der zusätzliche Fahrdienst entfallen, erklärte Weber. Die dann unmittelbare Nähe zum Eingangsbereich des Gotteshauses biete dann auch für Kirchgänger mit Bewegungseinschränkungen bessere Besuchsmöglichkeiten.

Mehr aus dem Gemeinderat Vorbach

Vorbach

Einen geeigneten Gemeindegrund hatte Anneliese Weber vor den Anwesen Notburgastraße 1 und 7 entdeckt. Das „doppelte“ Ratsmitglied schlug vor, den dort bestehenden Grünbereich ohne ökologischen Wert in einen Parkplatz umzuwandeln.

Weber sah darin auch eine Erleichterung für die Ortspflege durch den Bauhof. Zudem verwies sie auf ein erst im Frühjahr 2020 angelegtes Pflanzbeet an der Kirchenmauer mit insektenfreundlichen Sträuchern.

Alternativ sei auch die Ausweisung eines Behindertenparkplatzes auf dem Parkplatz gegenüber der Alten Schule denkbar. Handlungsbedarf sei in jedem Fall vorhanden, weil auch bei den regelmäßig stattfindenden Seniorennachmittagen im alten Schulhaus ein Behindertenstellplatz hilfreich sei.

Eine weitere Idee kam von Gemeinderat Martin Wiesend. Der Kirchenpfleger der Oberbibracher Expositur wünscht sich eine Neueindeckung des Bushäuschens an der dortigen Kirche.

„Den Ziegeln merkt man ihr Alter an“, stellte Wiesend fest und sprach von erheblichen Schäden. Das Dach sei an vielen Stellen undicht, so dass durch eindringendes Regenwasser die Holzkonstruktion in Mitleidenschaft gezogen werde.

Ein Rückbau beseitige nicht das Problem, weil das Wartehäuschen besonders dem Schulbusbetrieb, dem Linienverkehr des Frankenbusses der DB und für den Baxi-Betrieb diene. Wiesend nannte eine Dachfläche von zirka 15 Quadratmetern, die auf eine Neueindeckung vorzugsweise mit Biberschwanzziegeln warte.

Bürgermeister Alexander Goller wies auf eine staatliche Förderung von bis zu 10.000 Euro bei Gesamtinvestitionen von bis zu 20.000 Euro hin. „Auch Vereine können Anträge stellen“, merkte der Sitzungsleiter an, ermunterte den Rat zu weiteren Vorschlägen und vertagte die Beschlussfassung in die nächste Sitzung.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.