22.10.2019 - 16:14 Uhr
Oberpfalz

Vorlesen macht glücklich

Dass Lesen glücklich und schlau macht, ist schon lange nichts mehr Neues. Und doch gibt es etwas, das noch schöner ist als Lesen: das Vorlesen. Teilen Sie Ihre Lieblingsgeschichten mit anderen, meint die OWZ-Glücksexpertin.

Wissenschaftliche Studien belegen: Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, werden häufiger als fröhlich (93 Prozent) und selbstbewusst (75 Prozent) eingestuft.
von Autor EWAProfil

"Der fünfte Planet war auch sehr sonderbar. Es war der kleinste Planet von allen. Er hatte gerade genug Platz für eine Straßenlaterne und für einen Laternenanzünder. Der kleine Prinz konnte sich gar nicht erklären, wozu man irgendwo im Himmel, auf einem Planeten ohne ein Haus und sogar ohne Bevölkerung eine Straßenlaterne und einen Laternenanzünder benötigt ..." Ob über kleine Prinzen, fremde Planeten oder sinnlose Laternenanzünder, wann haben Sie eigentlich das letzte Mal jemanden etwas vorgelesen?

Wann haben Sie es sich das letzte Mal so richtig zwischen kuscheligen Kissen und mit einer Tasse Tee oder heißer Schokolade gemütlich gemacht, eins Ihrer Lieblingsbücher aufgeschlagen und laut zu lesen begonnen? Sie können sich nicht erinnern? Dann wird es aber höchste Zeit, dass Sie sich mal wieder auf eine Reise in die Fantasie begeben. Denn das macht nicht nur Sie selbst glücklich, sondern auch die, die dabei gespannt an Ihren Lippen hängen.

Dass Lesen glücklich und schlau macht, ist ja schon lange nichts mehr Neues. Und doch gibt es etwas, das noch schöner ist als Lesen: das Vorlesen. Diesem ganz besonderen Vergnügen widmete Autorin Meghan Cox Gurdon sogar ein ganzes Buch. "Die verzauberte Stunde - Warum Vorlesen glücklich macht" heißt es und beschreibt wunderbar, was sich in uns abspielt, wenn wir uns gemeinsam auf dem Sofa über ein Buch beugen, einer Geschichte lauschen und dazu Bilder anschauen.

"Gerade in unserem technischen Zeitalter können wir alle von den Vorzügen des Vorlesens profitieren - für unsere Kinder aber ist es von höchster Dringlichkeit", schreibt die Autorin in ihrem Vorwort. "Viele junge Menschen verbringen bis zu neun Stunden am Tag vor einem Bildschirm. Sie sind umgeben von Technologien, die in ihr Leben eindringen, ihre Aufmerksamkeit an sich reißen, ihre Hände und Augen vereinnahmen. Und sie brauchen Erwachsene in ihrem Leben, die ihnen nicht trotz, sondern gerade wegen dieser Vereinnahmung Bücher vorlesen."

Aber nicht nur den Kindern, sondern auch uns Erwachsenen tut es gut, wenn wir öfter einmal Fernseher, Spielkonsole und Computer ausschalten - und uns wieder einmal einem Buch widmen. Lesen wirkt nicht nur wesentlich entspannender als TV-Sendungen oder das Scrollen durch irgendwelche Internetseiten, sondern fordert unsere Konzentration, regt die Fantasie an und hilft, den nötigen Abstand von Alltagsproblemen und Stress zu bekommen.

Wissenschaftliche Studien belegen außerdem: Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, werden häufiger als fröhlich (93 Prozent) und selbstbewusst (75 Prozent) eingestuft. Ob es nun Ihre Kinder oder Enkel sind, denen Sie vorlesen, oder aber ob Sie zusammen mit Ihrem oder Ihrer Liebsten oder mit Freunden einen Vorleseabend veranstalten - machen Sie es sich also so richtig gemütlich und tauchen Sie ein in Ihre Lieblingsgeschichten. "Der kleine Prinz stieg auf einen hohen Berg. Die einzigen Berge, die er kannte, waren die drei Vulkane, die ihm nur bis zu den Knien reichten. Und den erloschenen Vulkan benutzte er als Schemel ..."

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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