Ein Rekord-Besucherandrang hat am Wochenende die Einsatzkräfte im Oberpfälzer Seenland in Atem gehalten. Wie die Polizei berichtet, waren die Rettungswege an mehreren Seen durch Falschparker massiv blockiert. Besonders betroffen war der Murner See. Aber auch im Bereich von Brückelsee, Steinberger See und Klausensee waren die Ordnungshüter stark gefordert.
Die Feuerwehr meldete der Polizei am Samstag gegen 15 Uhr, dass es am Murner See kein Durchkommen für Rettungsfahrzeuge mehr gebe. Daraufhin sprach die Polizei hier rund 30 Verwarnungen aus und versuchte, "den Verkehrsfluss wieder herzustellen", wie es im Bericht der Schwandorfer Inspektion heißt.
Murner See: Nichts geht mehr
Nach den Erfahrungen vom Vortag wurde am Sonntag, ab den Mittagsstunden, eine Fahrradstreife der Polizeiinspektion Schwandorf ausschließlich für den Bereich Murner See abgestellt. Auch hier sprach die Polizei rund 30 Verwarnungen aus. "Zudem mussten mehrere Fahrzeuge abgeschleppt werden, welche in ausgeschilderten Rettungswegen parkten", heißt es in der Polizei-Bilanz. An einer Stelle brachten Falschparker den Verkehr sogar völlig zum Erliegen des Verkehrs – auch hier mussten mehrere Fahrzeuge abgeschleppt werden.
Auch der Rettungsweg am Klausensee war zugeparkt: Diese Meldung erreichte die Polizei am Sonntag gegen 14 Uhr. Die Beamten verteilten daraufhin Verwarnungen "und die Fahrzeughalter konnten vor Ort aufgefordert werden, ihre Fahrzeuge zu entfernen". Gegen 15 Uhr teilte ein Mitarbeiter des Zweckverbandes für kommunale Verkehrsüberwachung der Polizei mit, dass im Bereich des Steinberger Sees die Rettungswege durch Falschparker blockiert seien: Die eigenen Kräfte der kommunalen Verkehrsüberwachung reichten deshalb nicht mehr aus, Unterstützung der Polizei werde dringend gebraucht. Diese verteilte dann auch hier rund 30 Verwarnungen.
Anwohner danken der Polizei
Hinzu kamen in der Zeit von Freitag bis Sonntag noch mehrere vereinzelte Verwarnungen im Rahmen der regulären Streifen, so dass die Polizei nach eigener Mitteilung an diesem Wochenende im Bereich der Seen deutlich über 100 Verwarnungen aussprach. "Das Feedback vor Ort, durch die Bevölkerung und Anwohner, war am gesamten Wochenende durchwegs positiv: Mehrfach wurden die Beamten spontan angesprochen und sich ausdrücklich für das konsequente Einschreiten bedankt", heißt es in der Polizei-Bilanz.
"Nach Einschätzung der Beamten, auch nach Rücksprache mit verantwortlichen Betreibern vor Ort, war an diesem Wochenende der größte Besucherandrang, den der Murner See bisher je zu verzeichnen hatte", fasst die Polizei zusammen. Trotz der vielen Verwarnungen und mehrerer abgeschleppter Fahrzeuge hätten die Verkehrssünder nur einen kleinen Bruchteil der Badegäste ausgemacht. Und, wie die Schwandorfer Inspektion noch ausdrücklich hinzufügt: "Abgesehen von der Ausnahmesituation an diesem Wochenende war die Verkehrsmoral an den Seen in den letzten Wochen und Monaten nämlich ausgesprochen vorbildlich."













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