Ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Schwandorf sowie der Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See nimmt den nächsten Schritt: Nach dem Abschluss der äußeren Erschließung des „Interkommunalen Gewerbegebiets an der A 93“ („Interkom“) ist nun die innere Erschließung gestartet. Dies teilt das Interkommunale Gewerbegebiet in einer Pressemitteilung mit. Die innere Erschließung erfolgt über den Erschließungsträger Bayerngrund GmbH, München.
Das Interkom wächst entlang der A 93 im Anschluss an den bestehenden Straßenstich „Am Richtfeld“ sowie im Kreuzungsbereich von A 93 und B 85. Es umfasst rund 7,4 Hektar. Davon entfallen etwa 2,4 Hektar auf notwendige Infrastrukturmaßnahmen wie die Erschließungsstraße, Regenrückhaltebecken und Ausgleichsflächen, heißt es in der Mitteilung. Rund fünf Hektar stehen anschließend als Gewerbeflächen zur Verfügung – aufgeteilt in acht Parzellen zwischen 3300 und knapp 12.000 Quadratmetern.
Fokus auf einzelne Parzellen
Während es bei der äußeren Erschließung um die Anbindung des gesamten Gewerbegebiets ging, konzentriert sich die innere Erschließung auf die Erschließung der einzelnen Parzellen. Dazu wird eine Stichstraße mit einer Länge von 150 Metern und abschließendem Wendehammer errichtet. Die 6,50 Meter breite Straße erhält einen Gehweg sowie auf der gegenüberliegenden Seite einen Seitenparkstreifen, wird in der Mitteilung informiert.
Die Parzellen werden über ein sogenanntes Trennsystem erschlossen: Oberflächenwasser wird über ein Regenrückhaltebecken mit einem Speichervolumen von 2228 Kubikmetern unter der B 85 in den Vorfluter "Wolferlohgraben" abgegeben. Das Schmutzwasser wird unter der B 85 zum Pumpwerk Wackersdorf geleitet und von dort zur Verbandskläranlage in Schwandorf weitergeführt. Die Wasserversorgung wird an das Netz von Wackersdorf angebunden. Zum Schutz vor Oberflächenwasser bei Starkregen wird im Süden und Westen ein Erdwall angelegt.
Gründer- und Technologie-Transferzentrum
Fest steht bereits: Am Standort werden künftig ein Technologie-Transferzentrum (TTZ) sowie das neue Gründerzentrum des Landkreises Schwandorf, das „Business Forum“, entstehen. "Ein klarer Impuls für Innovation, Unternehmensgründungen und regionale Wertschöpfung", findet Armin Rank, Geschäftsführer des Interkommunalen Gewerbegebietes. Hierfür ist die Parzelle 9, direkt gegenüber der bestehenden Esso-Tankstelle, vorgesehen.
Weitere Unternehmer und Projektentwickler haben bereits ihr Interesse bekundet, heißt es von Seiten des Interkommunalen Gewerbegebietes. Dies liegt in der Verantwortung des neuen hauptamtlichen Geschäftsführers Armin Rank.
Erste Gewerbeansiedlungen könnten nach Abschluss der Erschließung ab Anfang 2027 erfolgen. "Mit dem interkommunalen Gewerbegebiet entsteht ein zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort, der die Stärken der drei Kommunen bündelt und neue Möglichkeiten für Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründer in der Region eröffnet", ist sich der Geschäftsführer sicher.
Kosten, Beteiligte und zeitlicher Horizont
Die Maßnahmen wurden an die Helmut Seebauer Tiefbau GmbH aus Schwarzhofen vergeben. Die Kosten für die innere Erschließung belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Die Kosten für die bereits abgeschlossene äußere Erschließung beliefen sich auf 600.000 Euro. Die Stadt Schwandorf sowie die Gemeinde Wackersdorf sind mit jeweils 45 Prozent, die Gemeinde Steinberg am See mit 10 Prozent am Projekt beteiligt. Die Planung der Gesamtmaßnahme verantwortet das Ingenieurbüro Preihsl und Schwan aus Burglengenfeld. Die Fertigstellung ist für Oktober 2026 vorgesehen.
Das Gewerbegebiet liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Am Richtfeld“. Gemäß den Flächennutzungsplänen der drei beteiligten Kommunen besteht weiteres Entwicklungspotenzial: Perspektivisch könnten bis zu 77 Hektar Fläche erschlossen werden, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.