08.04.2021 - 11:24 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Phishing-Mail: Vierstelligen Betrag in Wackersdorf ergaunert

Weil ein 61-Jähriger auf eine angebliche Mail der Sparkasse reagierte und den Anweisungen von Betrügern folgte, verlor er einen vierstelligen Betrag.

Achtung vor Phishing-Mails
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Ein 61-Jähriger aus Wackersdorf erhielt in der vergangenen Woche eine E-Mail, die angeblich durch die Sparkasse an ihn geschickt wurde. In dieser E-Mail wurde die Umstellung auf das sog. SIBS-Verfahren (Sparkasse-Intelligence-Banking-System) angekündigt, welche es allerdings gar nicht gibt. Zudem wurde mit kostenfreier Kontoführung und weiteren kostenfreien Vorteilen geworben. Der 61-Jährige antwortete auf die Phishing-Mail und erhielt kurze Zeit später einen Anruf eines bislang unbekannten Täters.

Die im Display seines Telefons angezeigte Rufnummer entsprach dabei tatsächlich der realen Telefonnummer der Sparkasse Wackersdorf. Dies funktioniert über das sogenannte Call-ID-Spoofing, bei dem die Täter reale Telefonnummern als angezeigte Rufnummer generieren können, teilt die Polizei Schwandorf am Donnerstag mit.

Der unbekannte Täter, der sich als Mitarbeiter der Sparkasse ausgab, forderte den Mann auf, zur Freischaltung des SIBS-Verfahrens seine IBAN und den Netkey mitzuteilen. Zudem sollte er eine TAN generieren und diese ebenfalls durchgeben. Nachdem der 61-Jährige sämtliche Daten preisgegeben hatte, wurden durch den oder die unbekannten Täter zwei Beträge im vierstelligen Bereich per Sofortüberweisung vom Konto des Geschädigten abgebucht. Dem 61-Jährigen entstand im Ergebnis ein Vermögensschaden im mittleren vierstelligen Bereich.

Die Polizei warnt eindringlich davor, personenbezogene Daten oder Bankdaten per Telefon preiszugeben. Seriöse Unternehmen werden niemals telefonisch diese sensiblen Daten anfordern. Gesundes Misstrauen sei keine Unhöflichkeit. Bei Zweifel solle man sich an die Polizei wenden.

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