01.03.2021 - 13:53 Uhr
WaidhausOberpfalz

Auf der A6 bei Waidhaus klicken sechs Mal die Handschellen

Entlang der A6 gingen der Bundespolizei Waidhaus am Wochenende mehrere per Haftbefehl gesuchte Personen ins Netz. Eine Folge der coronabedingten Kontrollstellen in Grenznähe.

Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus nimmt am Wochenende sechs gesuchte Personen fest.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Viel Arbeit haben die Beamten der Bundespolizeiinspektion Waidhaus aktuell an den Corona-Kontrollstellen in den Landkreisen Tirschenreuth (Mähring und Bärnau) und im Landkreis Neustadt/WN auf der A 6 am Parkplatz Ulrichsberg-Nord und in Eslarn/Tillyschanz. Neben den Kontrollen verbuchen die Bundespolizeifahnder aber auch vermehrt Erfolge bei der Vollstreckung von Haftbefehlen. Alleine am Sonntag und in der Nacht zum Montag nahmen Beamten sechs Personen fest, heißt es in einer Pressemitteilung.

  • Am Sonntag gegen 12.30 Uhr fuhr ein bulgarisches Auto in die Kontrollstelle. Der 28-jährige Mitfahrer wurde wegen "Fahren ohne Fahrerlaubnis" von der Staatsanwaltschaft in Augsburg gesucht. Nachdem er 1282 Euro Ersatzfreiheitsstrafe bezahlt hatte, wurden ihm die 30 Tage Haft erlassen.
  • Gegen 15.30 Uhr am Sonntag kontrollierten die Bundespolizeikräfte in Tillyschanz einen 29-jährigen Slowaken, den die Staatsanwaltschaft Weiden wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz suchte. 25 Tage Haft oder 2575 Euro Ersatzfreiheitsstrafe standen im Fahndungscomputer. Eine Bekannte zahlte den Betrag ein und der Gesuchte konnte weiterreisen.
  • Ein 44-jähriger Tscheche zahlte in der Kontrollstelle Ulrichsberg-Nord gegen 21 Uhr am Sonntag 1716 Euro. So blieben ihm 35 Tage Haft wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis (Staatsanwaltschaft Bayreuth) erspart.
  • Gegen 21.30 Uhr kam eine 44-jährige Rumänin auf der A 6 zur Kontrolle. Sie zückte die Geldbörse und zahlte 100 Euro in die Staatskasse, da die Staatsanwaltschaft Saarbrücken drei Tage Erzwingungshaft angeordnet hatte.
  • Nach einer weiteren Stunde gegen 22 Uhr hatte es sich ein 40-jähriger Rumäne in einem rumänischen Kleinbus gemütlich gemacht. Er hatte als Beifahrer etwas zu tief ins Glas geguckt und schlief tief und fest. Bei der Überprüfung stellten die Bundespolizisten fest, dass der Mann wegen Diebstahls in Tateinheit mit Hausfriedenbruch durch das Amtsgericht Ingolstadt gesucht wurde. Insgesamt 119 Tage oder knapp 2000 Euro Ersatzfreiheitsstrafe waren zu zahlen. Da der Mann hochgradig betrunken war, wurde er vorerst in das Klinikum Weiden und nach Ausnüchterung in die JVA eingeliefert.
  • Am frühen Montagmorgen gegen 5 Uhr fischten die Bundespolizeifahnder schließlich einen 43-jährigen Rumänen aus dem Verkehr. Die Staatsanwaltschaft Hagen hatte eine Haftstrafe von 75 Tagen wegen Diebstahls angeordnet. Obwohl er einen Kumpel über seine Verhaftung informierte und ihn bat, die geforderten 1270 Euro zu zahlen, kam der Mann vorerst in die JVA.

Telefonbetrüger geben sich als falsche Ärzte aus

Eschenbach
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.