Treu geblieben sind die Angler und Fischer ihrem Gründungs- und Vereinslokal "Zur Glashütte" bis heute.
Die ersten Jahre hängen eng mit Hans Sommer zusammen, der als langjähriger Vorsitzender die Geschickte des Vereins lenkte. Sein Name steht genauso in der Gründungsurkunde wie die von Hans Wölfel, Franz Lösch, Lorenz Hartwig, Franz Lindner, Alfred Mack, Lorenz Bauer, Karl Randig und Michael Zetzlmann. Seit vielen Jahren ist Wolfgang Müllner als Vorsitzender. Erst durch die Pacht weiterer Gewässer in der Folgezeit durfte die Mitgliederzahl auf 30 Aktive erhöht werden. Noch heute ist die Vereinsgröße abhängig von den zur Verfügung stehenden Weihern und Bächen.
Seit Beginn befindet sich der Rehlingbach, der vom Reichenthaler Weiher in Böhmen gespeist wird, zwischen Reichenau und Oberströbel in Pacht. Da dieser auch als Grenzbach bezeichnet wird, war das Gewässer ausschlaggebend für die Namensgebung. Bis heute wird hier ein reines Salmonidengewässer bewirtschaftet, das mit Schonstrecken der Ansiedlung und dem Schutz der einheimischen Edelfische dient.
Umweltgedanke lebt
Der Umweltgedanke wird in diesem Gewässer nicht nur propagiert, sondern auch praktiziert. Mit der Zeit kamen verschiedene Teiche und Weiher in Pacht hinzu, die als Angelgewässer für Karpfen, Schleien, Hecht sowie Zander und zur Aufzucht bewirtschaftet werden.
Das erste Königsfischen war 1975 und Karl Randig erster Fischerkönig. Sein Name führt nun die große Ehrentafel im Vereinsheim an, die jährlich mit den neuen Würdenträgern ergänzt wird. Kameradschaft, Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen prägen die Grenzbachfischer von jeher. Das hat sich bis heute nicht geändert, obwohl der Verein einer der ältesten Fischereivereine der Region ist. Die Mitglieder leisten jährlich rund 200 freiwillige Arbeitsstunden für die einheimische Flora und Fauna rund um die Vereinsgewässer. Die Erhaltung und Pflege dieser Biotope ist den Grenzbachfischern oberstes Gebot. Unter anderem versuchen die Verantwortlichen mit erheblichen Mitteln, Populationen an einheimischen Edelfischen, die selten geworden sind, aufzubauen und auf Dauer zu hegen. Dabei gilt das besondere Interesse Äschen und Bachforellen.
Fisch-Schmankerln locken
Dass solche Wagnisse nicht immer von Erfolg gekrönt sind, zeigt ein Blick in die Historie. Mehrmals sind große Verluste durch Hochwasser und Abwanderung in den Unterlauf des Rehlingbachs verzeichnet. Demgegenüber leiden die Populationen aktuell an den extremen Niedrigwasser-Ständen. Trotzdem ist der Verein noch immer unabhängig gegenüber höheren Fischerei-Instutitionen. Andererseits fehlen daher auch Zuschüsse und sonstige Zuwendungen, um den Fischbestand zu pflegen. Die Arbeit kommt dennoch der Allgemein zugute, da dies zur Entlastung von gemeindlichen Angestellten und dem Wasserwirtschaftsamt führt. Zwischendurch werden in Absprache mit angrenzenden Anliegern zudem Säuberungsarbeiten und Uferbefestigungen durchgeführt. Mit seinen bekannten Fisch-Schmankerln lockt der Jubelverein am Sonntag, 29. Juli, ab 15 Uhr zum Gründungsfest in den Garten des Vereinslokals. Dazu spielt die "Rüscherl-Muse". Es gibt Kaffee, Kuchen, Gebäck und Torten, Forellen-Delikatessen, eine reiche Auswahl an weiteren Fischspezialitäten sowie Bratwurstsemmeln.













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