Am Dienstagabend passte einfach alles. Junge Talente kamen von überall her zusammen und brachten gleich ganze Scharen an Zuhörern mit. Über 100 Mitwirkende sahen sich mindestens drei mal so vielen Gästen gegenüber. „Wir sind heute alle zusammengekommen, um Musik zu hören“, rief musikalischer Leiter Hermann Mack zum Beginn des Programms noch ohne Mikrofon in die Menge. Wieder einmal war er es, der vor vier Wochen schon wusste, dass das Wetter passen würde.
Anja Bocka aus Irlhof eröffnete das Programm zart mit „Für Elise“ am Klavier. Dem Kleintierzuchtverein empfahlen sich Sofia Voit und Teresa Voit aus Eslarn für das nächste Hahnen-Wettkrähen mit ihrem genialen „Kikeriki“ sowohl instrumental mit Waldhorn und Trompete, sowie selbst gesungen. Dann traute sich der kleine Jakob Grötsch allein auf die Bühne und erzählte einen Witz. Der von Lukas Helgert auf der Basstuba geblasene Beatles-Klassier „Obladi, oblada“ geriet durch die kurzen Noten und der melodiösen Tonfolge zur Schau. Mack begleitete den Hit am Klavier.
In Urlaubsstimmung versetzte Margret Greß mit ihren großen Schar aus Klarinettenschülern durch den Oldie „Quantanamera“. Wolfgang Schieder mit der Gitarre, sowie Basti Völkl (Waldkirch) und Raphael Bauer (Waidhaus) am Schlagzeug begleiteten sie. Basti blieb dann gleich am Schlagzeug und spielte mit seinem Bruder Tobias, der mit einem Tirolerhut auf dem Kopf die beiden Akkordeonstücke gleich selbst lautstark ansagte. Yannik Bauer aus Waidhaus wählte für sein Tenorhorn-Stück „Rosamunde“ eine moderne Karaoke-Begleitung.
Dann folgte der große Auftritt von Johanna Ach aus Pleystein mit der Ballade „River flows in you“ auf dem Klavier. Kristin Mack präsentierte ihre Schülerin entsprechend, während das Plätschern des Rathausbrunnens wunderbar zum sanften Tastenspiel passte. Philipp Kraus spielt auf der Trompete die „Chromatische Walzerstudie“. Die Klavierstimme spielte Kristin Mack dazu. Mit der als „Anfangsbläser“ bezeichneten Gruppe füllte sich die gesamte Serenadenbühne das erste Mal bis auf den letzten Winkel.
Als Hermann Mack alle Mitwirkenden vorgestellt hatte, war klar, dass hier junge Musikanten von Waldkirch bis Kreuth und Waldau versammelt sind. Mit Pamela Bauer als erwachsene Verstärkung im Ensemble erklangen drei bekannte Titel. Das Stück „Tom Dooley“ nutzte Dirigent Mack zusätzlich zur Vorstellung der einzelnen Register durch Soloeinsätze. Beim Lied „Surfin USA“ klatschte das Publikum begeistert mit. So ziemlich aus jedem Ort zwischen Kaimling und der Bodenmühle kamen danach die Mitwirkenden im noch größeren Ensemble der „Nachwuchsbläser“. Der Spaß nahm während der Konzertstunde einen hohen Stellenwert ein.
Als weiterer Knüller erwies sich darauf das „Vororchester“ mit Hermann Mack an der Ziehharmonika. Alle anderen jungen Mitwirkenden spielten ein Blasinstrument, darunter als erwachsene Verstärkung Daniela Prüll aus Vohenstrauß, deren Sohn Oliver außerdem am Schlagzeug saß. „Wien bleibt Wien“, „Haferstroh“ und „Oh Katharina“ erklangen zur Freude des großen Publikums. Der Schluss gehörte dem mit extra gefertigten Bienenleibchen musizierenden „Schulorchester“, in deren Repertoire das Volkslied „Summ, summ, summ“ nicht fehlen durfte. Am Ende gab es langanhaltenden Schlussapplaus für die Musikschüler.
Waidhaus
26.07.2018 - 08:52 Uhr
Festivalstimmung im Serenadenhof
von Josef Forster
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