Waidhaus
24.07.2018 - 08:31 Uhr

Kostbares in einer Ruine

Geistliche Musik des 17. Jahrhunderts erfüllte die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Nové Sedliště.

Matyas Berdych harmoniert wunderbar mit dem Damentrio aus Anna Czerninova, Veronika Vojirova und Barbora Hulcova (von links). fjo
Matyas Berdych harmoniert wunderbar mit dem Damentrio aus Anna Czerninova, Veronika Vojirova und Barbora Hulcova (von links).

(fjo) Durch die fleißige Arbeit vieler freiwilliger Helfer im Workcamp Mitte Juni entstanden die Voraussetzungen, um das einst strahlende Gotteshaus wieder bedenkenlos betreten zu können. Freiwillige aus der Oberpfalz hatten sich an den Arbeiten beteiligt.

Erneut war es der tschechische Verein "Omnium z.s", der eine Konzertreihe zu Gunsten gefährdeter Denkmäler in Tschechien ins Leben rief. Die Besucher erhielten ein grandioses Musikerlebnis geboten. Mit Können, Begeisterung und Charisma spannten vier junge Künstler einen musikalischen Bogen geistlicher Musik des 17. Jahrhunderts von Alberik Mazak, Andreas Hammerschmidt und Francesco Cavalli bis Claudio Monteverdie, um nur einige zu nennen. Die Musikstudenten, die ihre Ausbildung in Wien absolvieren, ließen Stücke wie „Regina coeli“(Königin des Himmels) oder "O quam pulchra es" (Oh wie schön bist du) und viele andere in einer enormen Qualität erklingen. So glänzte an der Theorbe (eine Baßlaute) sowie mit einer Renaissance-Laute Barbora Hulcova. Matyas Berdych musizierte gekonnt sowohl mit der Violone grosso, als auch mit der Tenorova-Viola, während Anna Czerninova und Veronika Vojirova mit ihren begeisternden wunderschönen Sopranstimmen das ganze ehrwürdige alte Kirchengemäuer erfüllten.

Der Leiter des Vereins, Jakub Ded, sprach die einführenden Worte. Zusammen mit Barbora Vetrovska und anderen Helfern hatten sie zuvor erneut alle Bänke und den Boden nahezu staubfrei gemacht. Pfarrer Georg Hartl und Kirchenpfleger Siegfried Zeug aus Waidhaus merkten lediglich übereinstimmend an: "Zu der hochkarätigen Veranstaltung hätte es lediglich etwas mehr Publikum sein dürfen."

 
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