21.12.2018 - 11:01 Uhr
WaidhausOberpfalz

Lage auf dem Waidhauser Autohof weiterhin sehr kritisch

Jetzt streiten sich die Parteien um die Kosten eines Verkehrsgutachtens. Der zugesagte Umbau für eine Erweiterung bis jetzt nicht erfolgt. "Bei einem Unglück gibt es Tote", sagt Landrat Andreas Meier.

Nichts geht mehr: Brummifahrer parken das gesamte Gelände auf dem Autohof zu. Bei einem Unglück kämen keine Rettungskräfte durch. "Da gibt es Tote", befürchtet Landrat Andreas Meier.
von Elisabeth DobmayerProfil

Mehrfach war CSU-Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht in diesem Jahr in die leidigen Probleme und die verfahrene Situationen eingebunden worden. Wegen einer Spedition am Autohof komme es laufend zu Staus auf dem Gelände, die wiederum auch den Kfz-Unternehmer Georg Mages betreffen, der dann nur erschwert auf sein Betriebsgelände gelangt. Das Prüfverfahren der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist geschlossen, wusste Rupprecht. Die Entscheidung des Standorts hänge jedoch ein ganzes Stück vom Verkehrskonzept ab. Dieses liege aber noch nicht vor. Deswegen habe er sich noch einmal vor vierzehn Tagen an den zuständigen Staatssekretär im Finanzministerium gewandt, um aufzuklären, wie der Stand ist. „Die Baumaßnahmen seitens des Spediteurs wurden bei einem Ortstermin zugesagt“, sagte Rupprecht. Trotzdem sei bisher nichts geschehen, weil die Entscheidung des Binnenzollamts noch nicht vorliegt. Die eindeutige Aussage war damals jedoch unabhängig von Entscheidungen, ärgert sich der Bundestagsabgeordnete. „Die Baumaßnahme zur Erweiterung ist bis dato nicht vollzogen.“ Landrat Andreas Meier machte ebenfalls auf die prekäre Lage auf dem Autohofgelände und auf die damit verbundenen Probleme von Mages aufmerksam. Jeder wisse, dass die Brummifahrer mit Gasbrennern hantieren. „Wenn da was passiert, gibt es Tote.“ Deshalb sei ein Verkehrskonzept dringend nötig. Laut Bürgermeisterin Margit Kirzinger werde momentan darüber gestritten, wer die Kosten dieses Gutachtens bezahlt. "Zuerst hätte gebaut werden sollen, jetzt mache man es wieder abhängig von Gutachten." Für den Landrat ist das vollkommen unverständlich. „Wenn erst etwas passiert ist, wird es sehr schnell gehen mit der Umsetzung“, vermutete er. Deshalb richtete er die „verschärfte Bitte“ an seine CSU-Parteikollegen, an diesem Thema dran zu bleiben.

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