24.08.2020 - 11:26 Uhr
WaidhausOberpfalz

Musikalischer "Gruß an Waidhaus"

Dem Nachwuchs gehört die Bühne bei der zweiten Waidhauser Sommerserenade. Für die neue Kapelle „Bockl-Blech“ ist es der erste Bühnenauftritt vor großen Publikum, bei dem es noch eine Premiere gibt.

Kapellmeister Philipp Bauriedl erfreute mit seiner Schwester Antonia sowie Ludwig Greß junior, Jonas Schmid und Michael Völkl (von links) beim Serenadenabend der Marktgemeinde.
von Josef ForsterProfil

Das Geschwisterpaar Antonia und Philpp Bauriedl erfüllte sich mit der neuen Formation einen lang gehegten Wunsch. In Jonas Schmid aus Eslarn und Michael Völkl aus Waldkirch fanden sie zwei junge Mitstreiter. Tubabläser Ludwig Greß junior führte als Moderator durchs Programm. Mit vielem könne er sich anfreunden, aber „anstatt Schnaps steht nun überall Desinfektionsmittel“: Heiterkeit und Witz durften neben der Musik nicht zu kurz kommen.

Gute Unterhaltung

Über noch mehr Besucher als beim Auftakt freute sich Bürgermeister Markus Bauriedl. Bei einem Blick in die Runde bemerkte das Marktoberhaupt zudem „viele Urlaubsgäste“, an die er einen extra Gruß richtete. Mit Hinweisen auf den Ablauf der ersten Serenade bat Bauriedl um Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme: „Letzte Woche hat es ja super geklappt mit allem.“ Allen Zuhörern wünschte er „eine gute Unterhaltung für diese Stunde“. Viele Rückmeldungen bestätigten die Platzwahl, sagte der Bürgermeister.

Schneidiger Auftakt der Waidhauser Serenadenreihe

Waidhaus

Greß wies auf einen ganz besonderen Zaungast hin: „Unser musikalischer Leiter Hermann Mack sitzt auch noch im Gras.“ Die „Garten-Polka“ unterstrich gleich im Anschluss die besondere Atmosphäre der Veranstaltung. Ein zweites Stück aus dieser Gattung trug den Titel „Feinschmecker-Polka“ und fand ebensoviel Gefallen. Spätestens mit dem darauf folgenden Stück „Böhmischer Wind“ zog das Ensemble die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Überall summten Gäste den bekannten Titel mit oder bewegten sich zumindest im Takt dazu. Rundum gefiel die horngeprägte Blasmusik mit der sanften Begleitung durch ein Akkordeon. Inzwischen könne „Bockl-Blech“ ein Repertoire von fünf bis sechs Stunden in dieser Art bewältigen, erklärte Greß dazu.

Neue Komposition

Als Ansager und Tubabläser Greß auch noch seine Qualitäten beim Gesang unter Beweis stellte, ließ ihn das Publikum nicht allein und stimmte immer wieder kräftig ein. Rhythmisches Klatschen bestätigte der Kapelle die treffend gewählte Liedauswahl. Als das Ensemble Tage zuvor Generalprobe im elterlichen Garten hielt, nutzten viele Radfahrer auf dem Bocklweg die Gunst der Stunde. Vom Radweg ließ sich das Geschehen auf wenige Meter verfolgen und auch hier gab es bereits immer wieder Beifall. Mit einer Premiere ließen die Musikanten darüber hinaus aufhorchen. Zu Gehör kam erstmals das neu komponierte Werk „Gruß an Waidhaus“ aus der Feder des Ex-Kämmerers der Marktgemeinde, Ludwig Peyerl.

Extremer Extraapplaus

Exakt nach einer halben Stunde startete „Bockl-Blech“ ihren zweiten Teil, dessen Schwerpunkt auf Musik bei österreichischer und alpenländischer Tradition lag. Darunter „Schloss Heidecksburg“ in einer von Kapellmeister Bauriedl eigens auf die kleine Besetzung umgeschriebenen Version. Nachdem Greß die Besucher von Bauriedls „vielfältigem Engagement für Arrangements“ wissen ließ, folgte ein extremer Extraapplaus für den Chef des Ensembles.

Mit der Ankündigung des „Böhmischen Traums“ als „Pflichtstück für Waidhaus“ läutete die Kapelle ihren Abschluss ein. Den Reigen der Zugaben schloss die Formation mit einem schmissigen „Bis bald, auf Wiedersehen“, bei dem das Abendläuten vom nahen Turm der Emmeramskirche noch einmal für eine ganz besondere Atmosphäre sorgte.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.