In großer Besetzung zeigte das Orchester eine Querschnitt seines Repertoires. Vom jungen Nachwuchstalent Yannik Bauer bis zum 75-jährigen Pfarrer Georg Hartl waren mehrere Generationen vertreten. Professionelle Unterstützung kam von Musiklehrer Miroslav Durkac, der sowohl in Tschechien, als auch in Waidhaus unterrichtet. Er blies eine der vier Trompeten im Waidhauser Orchester. Voluminös und kraftvoll startete das Konzert in der Dekanalkirche St. Nikolaus.
Bürgermeister Petr Myslivec würdigte die Leistungen des Kulturvereins, der im 12. Jahr mit einem auf 15 Konzerte angewachsenen Programm aufwarte. Die Erinnerung galt dem Hauptinitiator, Monsignore Vladimir Born, der vor wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag hätte feiern können. Über das Mitwirken seiner Waidhauser Kollegin Margit Kirzinger inmitten des Gastensembles freute sich Myslivec besonders. Ein herzliches Willkommen galt Altbürgermeister Hans Walbrunn aus Pleystein als Vertreter der Partnerstadt.
Nicht nur die Instrumentalisten aus Waidhaus standen auf der Bühne inmitten der beinahe fertig renovierten Pfarrkirche. Einen gehörigen Teil des Programms übernahmen junge Musikschüler der Kunstgrundschule Bor. Dazu informierte Musikschulleiter Josef Kadlec zu den einzelnen Titeln und Mitwirkenden.
Mit Unterstützung von Musiklehrerin Jana Jančová spielten junge Nachwuchstalente auf dem E-Piano. Gemeinsam erklangen im harmonischen Miteinander auch Spinett und Blockflöte, während ein junges Gitarrenduo und ein Klavierduett zu besonderen Leckerbissen zählten. Die pompöse Akustik des großen Kirchenraums steigerte die Wirkung der beiden E-Pianos. Für die Musikschüler wuchs der Vorspielabend durch das große Orchester im Hintergrund zu einem außergewöhnlichen Ereignis. Gut gemischt zeigte sich das Programm aus klassischen und modernen Werken, sowie rhythmischen und getragenen Melodien. Trotzdem war das hochkarätige Event bei freiem Eintritt zu genießen. Spenden wurden gerne entgegengenommen.
Etliche Waidhauser und Eslarner mischten sich unter die fast 100 Zuhörer. Zusammen fanden die Einheimischen und Gäste im Publikum spätestens beim Applaus, der immer fleißig und kräftig ausfiel. Eine tonangebende Rolle kam dabei den Instrumentalisten der Bläsergruppe „Atemnot“ zu, die ihren tschechischen Kollegen viel Beifall gaben, wenn sie nicht selbst im Einsatz waren.
Im Programm der Konzertreihe geht es Donnerstag, 28. Juni, weiter, mit einem weiblichen Duo aus Harfe und Geige in der Filialkirche von Skvirin/Speierling. In der Waidhauser Nachbar- und Partnerkommune endet der Programmreigen heuer erst am Donnerstag, 28. September. Hierzu wurde das „Pra-a-har Quartett“ verpflichtet. Beide Konzerte beginnen gleichfalls um 18 Uhr. Der Eintritt beträgt dann jeweils fünf Euro oder 100 tschechische Kronen.
Waidhaus
15.06.2018 - 08:31 Uhr
Pompöser Vorspielabend
von Josef Forster
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