14.03.2019 - 14:27 Uhr
Oberpfalz

Durch den Wald schlendern

"Shinrin Yoku" sagen die Japaner, das bedeutet: ein Bad in der Waldluft nehmen. Sitzen, schauen, staunen und entspannen Sie mal wieder inmitten von Bäumen, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Ein Spaziergang im Wald wirkt sich positiv auf den Herzschlag, die Atmung, den Körper und die Psyche aus.
von Autor EWAProfil

"Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder, euren Vorfahren war er heilig", so Naturforscher Alexander Freiherr von Humboldt. Bäume sind jedoch nicht nur ein Wunder, sondern halten uns außerdem gesund - und machen uns glücklich. Wann sind Sie eigentlich zum letzten Mal gemütlich durch den Wald geschlendert? Am besten tun Sie das jeden Tag. Denn ein Spaziergang im Wald wirkt sich sowohl positiv auf den Herzschlag, als auch auf die Atmung, den Körper und die Psyche aus.

"Shinrin Yoku" sagen die Japaner, das bedeutet: ein Bad in der Waldluft nehmen. Im Land des Lächelns ist das sogenannte Waldbaden sogar eine beliebte Kur zur Förderung des Wohlbefindens. Nichts erreichen, einfach nur sein. Schlendern, sitzen, schauen, staunen und entspannen. Was wir im Alltag schon fast verlernt haben, ist der Inhalt des therapeutischen Waldbadens. Es erklärt sich fast schon von selbst, dass ein ruhiges Umfeld eine beruhigende Wirkung auf uns hat.

Wissenschaftler haben sich inzwischen noch genauer damit befasst, was es mit dem Waldbaden auf sich hat - und untersuchten die Wirkung auf den menschlichen Körper. Das Ergebnis: Bei einem Aufenthalt im Wald taucht man tatsächlich mit Körper und Seele zwischen den Bäumen und inmitten ihrer Kraft und Energie ein. Dafür verantwortlich ist die vielseitige Biodiversität. Diese hält für uns einen großen Schatz an positiven und gesunden Mikrobakterien bereit, die aus den Bäumen und Blättern in die Luft gelangen, die wir einatmen.

Sich der grünen Welt in den Wäldern auszusetzen, fördert also unser physisches und psychisches Wohlergehen. Waldluft ist reich an Sauerstoff. Und es ist wohl allgemein bekannt, dass reiner Sauerstoff ein Glücksgefühl in uns auslöst. Ein Spaziergang im Wald lässt außerdem die Stresshormone schwinden und stärkt zudem das Immunsystem. Die Wissenschaftler haben außerdem herausgefunden: Es gibt drei Stoffe, die unseren Atmungsprozess positiv beeinflussen und uns dadurch glücklicher machen.

Der erste sind die gesunden Bakterien, die unser System positiv beeinflussen. Der zweite ist die reiche Welt der Pflanzen, die ganz spezielle Öle absondern, die äußerst gesund für unser Blut sind. Und zum Dritten sind da die negativ geladenen Ionen, die aus den grünen Blättern in die Luft gelangen. All diese Prozesse helfen uns, uns besser zu fühlen, Energie zu tanken und gestärkt in den Alltag einzutauchen. Worauf warten Sie also noch? Nehmen Sie sich heute doch einfach mal wieder Zeit, einen langen Waldspaziergang zu machen - und vergessen Sie dabei nicht, ganz tief einzuatmen. Glückliches Schlendern! (ewa)Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/ themen/gluecksrezept

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