10.06.2021 - 14:27 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Feuerwehr Waldeck trifft sich online zur Jahreshauptversammlung

Erstmals hielt die Feuerwehr ihre Jahreshauptversammlung online ab. Dabei hob sich Kommandant Hans Birkner bei seinen Ausführungen das Wichtigste für die Aktiven bis zum Schluss auf.

Um mit Kindern und Jugendlichen auch während der Pandemie in Kontakt zu bleiben, überlegten sich die Betreuer der Feuerwehr Waldeck besondere Aktionen zu Weihnachten und Ostern. Jugendwartin Angelika Karl (hinten von links) berichtete davon in der Online-Jahreshauptversammlung.
von Externer BeitragProfil

Als dringend notwendige Beschaffung erachtete Kommandant Hans Birkner auf der Online-Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Waldeck einen neuen Nasssauger, da das 1987 in Betrieb genommen Gerät nicht mehr zuverlässig funktioniert. Bei der Tragkraftspritze (Baujahr 1961) fehlten Ersatzteile, weshalb er geeignete Alternativen anmahnte. Die Hakengurte erreichten Ende des Jahres die Frist zur Ausmusterung. Nach den Atemschutzträgern 2019 sollte auch die restliche Mannschaft neue Schutzanzügen erhalten. Die Sirene auf dem Alten Schulhaus löse manchmal doppelt aus.

Atemschutzträger benötigt

Bei einer Überprüfung der vier Pressluftatmer zeigte sich an allen Geräten eine poröse Mitteldruckleitung. Kurzfristig konnten hierfür Ersatzteile beschafft werden. Zudem erinnerte Birkner auf den Lehrgangsbedarf bei Atemschutz für Sanitäter und Ersthelfer. Soweit möglich, soll 2021 ein Leistungsabzeichen abgehalten werden. Laut Kommandant sind Franziska Hautmann, Leandra Wagner und Ben Zillner aus der Jugend in die aktive Truppe aufgerückt. Neuzugang war Jaden Wirth-Kahlert. Die Truppe verfügt über 6 Gruppenführer, 8 Maschinisten, 10 Atemschutzträger, einen Gerätewart und einen Leiter Atemschutz. Aufgrund der allgemein kritischen Tagesalarmsicherheit würden noch dringend Atemschutzträger benötigt.

Birkner wies auf einen Brandeinsatz sowie 14 technische Hilfeleistungen hin. Pandemiebedingt fanden nur eine Aktivenbesprechung, drei Feuerwehr- und zwei Maschinistenübungen statt. Zudem wurde die Atemschutzstrecke in Neuhaus besucht. Ein Kamerad absolvierte den Lehrgang Leiter Atemschutz an der Feuerwehrschule Lappersdorf.

Vorsitzender Markus Prechtl gab den Mitgliederstand mit 158 (-2) an. Wegen Corona seien die für 2020 geplanten Festbesuche und kirchliche Veranstaltungen entfallen, ebenso das eigene Frühlingsfest, Johannisfeuer, die Nikolausfeier und Weihnachtsbude. Es wurden lediglich der Neujahrsempfang der Stadt, eine Feuerwehrverbandsversammlung in Fuchsmühl sowie Vereinsvorständeversammlung besucht. Einer der beiden Vorstandssitzung wurde online abgehalten.

Auch der Vorsitzende hatte Wünsche und sprach den Strom- und Heizkostenanteil für den Verein an, der das Doppelte von dem ausmache, was die Stadt an Zuschuss gebe. Bürgermeister Roman Schäffler bat hierzu die Vorstände der Wehren, einen gemeinsamen Antrag auf Erhöhung der Zuschüsse zu stellen. Die Fassade am Gerätehaus soll neu getüncht werden, um Witterungsschäden zu vermeiden. Der Festplatz würde eine Aufschotterung vertragen, vor allem dort, wo geparkt werde, so Prechtl.

Johannisfeuer am Schloßberg

Nachdem das Frühlingsfest heuer gestrichen wurde, sei auch ein Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder fraglich. Das Johannisfeuer sei für Samstag, 26. Juni, am Schloßberg geplant. Die Nikolausfeier für alle Mitglieder soll dort am 4. Dezember stattfinden, die zweite Weihnachtsbude am 18. Dezember vor dem Gerätehaus aufgestellt werden. Angeschafft werden sollen T-Shirts mit einem neuen Logo. Wer eine Uniform braucht, soll sich baldmöglichst beim Vorstand melden. Schließlich werden für die Kinderfeuerwehr T-Shirts benötigt. Hier werden Vorschläge für ein Motiv gesucht. Wie Gerätewart Emanuel Merkl informierte, sind bei der Sicherheitsprüfung für das Fahrzeug im Februar keine Mängel festgestellt worden. Ebenfalls erfolgten die Kontrolle der Elektrogeräte und die Inbetriebnahme von zwei Digitalfunkgeräten. Im April mussten beide Starterbatterien fürs Fahrzeug ausgetauscht werden.

20 Löschzwerge

Jugendwartin Angelika Karl betreute Ende 2020 sechs Jugendliche. Sie konnten wegen Corona lediglich an der Aktivenbesprechung teilnehmen und eine Übung zum Thema "Gasmessgerät und Fahrzeugkunde" abhalten. In Ihrem Ausblick nannte Karl das Nachholen des Wissenstests 2020, weitere Übungen seien von der Infektionslage abhängig. Planungen für die Modulare Truppausbildung als Onlineveranstaltung liefen bereits. Laut Karl gehörten zum Ende des Vorjahres 20 Kinder den Löschzwergen an. Um während der Pandemie in Kontakt zu bleiben, haben der Osterhase Briefe und der Nikolaus eine Videobotschaft sowie Säckchen geschickt. Interessierte Eltern und Kinder könnten nach Corona jeden ersten Samstag im Monat um 15 Uhr zum Schnuppern vorbeischauen.

Kassier Martin Hofmann berichtete in der Versammlung weiter wegen fehlender Einnahmen aus Festen von einem kleinen Minus. Die entschuldigten Kassenprüfer Maximilian Pinzer und Bernhard Heindl bestätigten laut Vorsitzendem die Angaben.

Zu Ostern machten die Löschzwerge der Feuerwehr Waldeck eine Rallye

Waldeck bei Kemnath
Info:

Unterstützung von Stadt Kemnath und Kreisbrandrat für Feuerwehr Waldeck

Für Bürgermeister Roman Schäffler ist die Wehr gut aufgestellt. Die Einbindung der Kinder und Jugendlichen sei richtig und notwendig für die Zukunft. Die Stadt werde die Wehr auch in Zukunft unterstützen.

Kreisbrandmeister Alois Schindler hatte ein Lob für die Jugend- und Kinderarbeit der Feuerwehr Waldeck. Der Zuwachs bei den Kindern zeige, dass hier gute Voraussetzungen für das Wachsen der aktiven Truppe geschaffen werden.

Es gelte, nicht nur die digitale Alarmierung umzusetzen, auch die gegenwärtige Situation bringe neue Aufgaben mit sich. So müsse man zumindest teilweise die Ausbildung online durchführen, erklärte Schindler.

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