Waldeck bei Kemnath
28.06.2021 - 13:29 Uhr

Für Wohlbefinden Kräfte der Natur in Waldeck einfach pflücken

Wegen der Corona-Pandemie waren die 3. Waldecker Wilden Tage heuer einem kleineren Teilnehmerkreis vorbehalten. In die rund ein Dutzend Interessierten reihte sich auch ein Teilnehmer ein, der kein Kräuter-, Wald- und Wildnisexperte ist.

Zusammen mit Landrat Roland Grillmeier (zweiter von links) unternahm eine Gruppe aus Kräuter-, Wald- und Wildnisexperten, darunter auch Elisabeth Zintl (ganz rechts) bei den 3. Waldecker Wilden Tagen eine Wanderung entlang des Essbaren Wildpflanzenparks Waldeck. Bild: br
Zusammen mit Landrat Roland Grillmeier (zweiter von links) unternahm eine Gruppe aus Kräuter-, Wald- und Wildnisexperten, darunter auch Elisabeth Zintl (ganz rechts) bei den 3. Waldecker Wilden Tagen eine Wanderung entlang des Essbaren Wildpflanzenparks Waldeck.

Eine rund eineinhalbstündige Wanderung auf einer Teilstrecke des rund sechs Kilometer langen Essbaren Wildpflanzenparks (Ewilpa), den ersten in Deutschland, war am Freitag ein abwechslungsreiches und informatives Naturerlebnis. Neben Elisabeth Zintl als ausgebildete Expertin für essbare Wildpflanzen machten sich bei den Waldecker Wilden Tagen auch Ulrike Gschwendtner als ausgebildete Kräuterführerin am Kloster Waldsassen sowie Regina Hermann und Cornelia Müller, die maßgeblich für das Regio-Packerl von "Kräuter und Leut" verantwortlich zeichnet, auf den Weg. In diese Gruppe eingereiht hatte sich auch Landrat Roland Grillmeier.

Ausgangspunkt waren die "Hollerhöfe" von Leonhard und Elisabeth Zintl, die zu den vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) unterstützen Heimatunternehmen gehören. Beide sind beim Projekt Ewilpa besonders engagiert und verfolgen seit vielen Jahren den biologischen Anbau des in Vergessenheit geratenen "Hollers" (Holunder). Die zu bewältigende Route entlang des Ewilpas führte hinauf auf den 641 Meter hohen Schloßberg und lud zum Genießen des Wildkräuterpanoramas ein.

An einigen der 13 "Wilden Stationen", aber auch entlang der Wanderstrecke, wurden die essbaren Wildpflanzen eingehend erläutert und auf die unbeschreiblichen Kräfte der Natur, die auf den Körper einwirken können, hingewiesen. Die Heilwirkung der heimischen Wildkräuter werde vielfach unbekannt und deshalb auch unterschätzt. Stellvertretend wurden das Johanniskraut, die Brennnessel, die Wilde Rose, der Spitzwegerich oder der Holunder genannt.

Wie Elisabeth Zintl erläuterte, seien essbare Wildpflanzen das ganze Jahr über eine gesunde und schmackhafte Ergänzung des täglichen Speiseplans. Sie seien eine optimale Grundlage für ein gesundes und artgerechtes Leben.

Waldeck bei Kemnath22.03.2019

Seit jüngster Vergangenheit gehört das Regio-Packerl zum Ewilpa Waldeck unter der Federführung von Cornelia Müller. Wie an den sieben weiteren Orten in der nördlichen Oberpfalz kann eine Wanderung durch die Natur, ob im Steinwald, Fichtelgebirge, dem Stiftland und Waldnaabtal oder dem Oberpfälzer Hügelland mit einem Packerl, an einem Stock gebunden, individuell und kurzfristig gebucht werden. Im jeweiligen Packerl sind Besonderheiten aus der Region in einem feinen Leintuch für daheim oder zum Picknicken in Wald und Wiese eingepackt. Bei Ewilpa enthält es unter anderem Beifuß, Blütensirup, Holunderbalsamico, Brennnesselsamen, Hagebuttenpulver sowie Hollersecco, Wildfruchtessig und Wildkräutersalz. Die dritten Waldecker Wilden Tage rundete in der Hollerscheune kulinarisch ein "wildes Büfett" als ein Geschmackserlebnis für alle Sinne ab.

Seit jüngster Vergangenheit gibt es zu den individuell und kurzfristig buchbaren Wanderungen im Essbaren Wildpflanzenpark Waldeck ein Regio Packerl, „Hollerfee & wilde Grünkraft“ mit Besonderheiten aus der Region für daheim. Bild: br
Seit jüngster Vergangenheit gibt es zu den individuell und kurzfristig buchbaren Wanderungen im Essbaren Wildpflanzenpark Waldeck ein Regio Packerl, „Hollerfee & wilde Grünkraft“ mit Besonderheiten aus der Region für daheim.
 
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