Als Schulhaus hat das Gebäude bekanntermaßen schon seit einigen Jahren ausgedient, neues Leben mit Kindern soll allerdings ab September 2022 einkehren. Dann nämlich siedelt sich die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) an, die von der Lebenshilfe, Kreisverband Tirschenreuth, getragen wird. Bis es so weit ist, ist noch einiges an Arbeit nötig. Über den aktuellen Stand informierte sich der Kemnather Bauausschuss in seiner Sitzung.
Gut die Hälfte gefördert
Derzeit hat die SVE, die früher in Kastl untergebracht war, ein Ausweichquartier in Erbendorf gefunden. Der Rück- und Umbau, der aktuell im Waldecker Gebäude läuft, soll Ende Juni abgeschlossen sein. Die SVE mit ihren zwei Gruppen soll dann für lange Zeit ein Zuhause in Waldeck finden: Bürgermeister Roman Schäffler berichtete dem Gremium von einem Mietvertrag über 25 Jahre. Insgesamt sind für die Maßnahme 1,3 Millionen Euro Kosten vorgesehen, die Förderung liegt bei etwa 700 000 Euro. Im Keller sowie im Obergeschoss, die beide nicht von der SVE belegt werden, erfolgen nur kleinere Maßnahmen. Wärmetechnisch soll das Gebäude künftig über ein kleines Nahwärmenetz mit Pellets versorgt werden.
Ebenfalls inspiziert hat der Bauausschuss die benachbarte Baustelle - nämlich den Anbau einer Kinderkrippe an den bestehenden Kindergarten. Architekt Günther Lenk skizzierte kurz das Bauvorhaben und erinnerte daran, dass es die Projektidee bereits seit 2017 gebe. "Bisher liegen wir absolut im Zeitplan", sagte Lenk. Ziel sei es, dass noch vor Weihnachten der Estrich eingebracht werde und dieser dann über die Feiertage trocknen könne. In der kalten Jahreszeit könne dann der Innenausbau voranschreiten.
Die Inbetriebnahme der Kinderkrippe, die auf zwölf Plätze ausgerichtet ist, erfolgt spätestens Ende Juni 2022. Die Maßnahme ist aktuell mit etwa 1,35 Millionen Euro Kosten veranschlagt, davon liegt der kirchliche Anteil bei 158 000 Euro. Die Förderung liegt bei insgesamt 400 000 Euro, den größten Anteil an der Realisierung des Baus übernimmt die Stadt Kemnath.
Ungewisse Preisentwicklung
Der Architekt machte aber deutlich, dass die derzeitigen Preisentwicklungen die Vorhersagen schwierig machen. "Wir haben die Situation, dass es für gewisse Ausschreibungen oft nur ein einziges Angebot gibt", erläuterte Lenk.
"Bisher liegen wir absolut im Zeitplan."















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.