14.07.2020 - 11:20 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Vielversprechende Perspektiven für Fernwärmenetz

Für das von der Stadt Kemnath und der Bürgerenergie Waldeck eG angedachte Fernwärmenetz in Waldeck gibt es neue, vielversprechende Perspektiven.

Stefan Prechtl (Projektsteuerung), Leonhard Zintl, Bürgermeister Roman Schäffler, Siegfried Kleber (Planung) und Hans Wegmann (von links) wollen das Projekt Fernwärme vorantreiben.
von Hans LukasProfil

Für das von der Stadt Kemnath und der Bürgerenergie Waldeck eG angedachte Fernwärmenetz in Waldeck gibt es neue, vielversprechende Perspektiven, was auch eine kurzfristige Realisierung möglich macht. Dieses Projekt könnte auch bald umgesetzt werden. Voraus geht dem aber eine erneute Umfrage zum Thema Heizung/Fernwärme. Die Umfrage ist Basis des weiteren Vorgehens. Zu einer Augenscheinnahme trafen sich vor der Grundschule an der Alten Straße, in der die Zentrale eingebaut werden soll, Bürgermeister Roman Schäffler, Stefan Prechtl, Siegfried Kleber sowie die Waldecker Vertreter Leonhard Zintl und Hans Wegmann, um sich weiter abzustimmen.

Stadt und Kirche mit der ehemaligen Grundschule, dem Kindergarten und dem Pfarrhof mit Kirche sind große Anwesen (Abnehmer von Wärme), die an die geplante Heizzentrale und das Netz anschließen sollen. Damit würde der Wärmepreis auch für die einzelnen Nutzer kostengünstiger. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, für den Bau des Leitungsnetzes eine Förderung über das Amt für ländliche Entwicklung zu erhalten, wenn die Stadt als Bauherr auftritt. Das wirkt sich ebenfalls positiv auf den Wärmepreis aus. Das günstigere Netz könnte dann gegen ein - entsprechend geringeres - Entgelt den Nutzern überlassen werden.

Angedacht ist auch eine mögliche Reserve, um spätere Anschlüsse zu ermöglichen. Die anfallenden Mehrkosten würde einstweilen die Stadt übernehmen. Ein ähnliches Projekt ist vor einigen Jahren gescheitert. Dieses Mal muss es schnell gehen, denn das ehemalige Grundschulgebäude braucht für den Bezug im nächsten Jahr eine neue Heizung, bzw. den Anschluss an das Netz.

Auch aus diesem Grund soll mit einer Umfrage herausgefunden werden, die an alle Waldecker in den nächsten Tagen versandt wird, ob auch bei den Bewohnern des Marktes immer noch Interesse besteht, mit der Stadt ein Fernwärmenetz aufzubauen, um dann ihre Anwesen anzuschließen. Dabei ist es für Kemnath und das Projekt wichtig zu erfahren, ob sich seit der vergangenen Umfrage etwas geändert hat. Ziel ist es, die Wärme kostengünstig und umweltschonend zur Verfügung zu stellen. Dabei soll die Wertschöpfung auch in der Region bleiben.

Mit der Umfrage, bei der auch ein Fragebogen versandt wird, sollen unter anderem der gegenwärtige Zustand im Haus, die dort lebenden Personen, die derzeitige Heizungsanlage sowie die Gründe ermittelt werden, die für einen Anschluss sprechen. Es wird dabei eine neue Basis für die Umsetzung des Projekts geschaffen. Darüber hinaus spielt auch eine Rolle, für die Fernwärmeversorgung in Waldeck auch die Möglichkeit anzubieten, bei den Bürgern selbst den vorhandenen Rohstoff in Form von Holz mit in die Lieferung einzubeziehen. So könnte beispielsweise angeliefertes Holz mit der abgenommenen Fernwärme gegen gerechnet werden.

Bereits 2011 war Fernwärme ein Thema in und um Kemnath

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