23.09.2020 - 19:01 Uhr
WaldershofOberpfalz

Bald wieder Leben im Marktredwitzer Haus

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Das Marktredwitzer Haus ist eine der schönsten Hüttenwirtschaften in der Region. Noch in diesem Jahr soll es unter neuer Eigentümerin und neuem Pächter wieder eröffnen. Derzeit sind die Handwerker zu Gast.

Baustellenbesichtigung mit (von links) der Waldershofer Bürgermeisterin Margit Bayer, Max und Martina von Waldenfels, Pächter Matthias Schwarz und dem Marktredwitzer Oberbürgermeister Oliver Weigel.
von FPHSProfil

Das Marktredwitzer Haus am Nordhang des Steinwaldes hat, wie berichtet, den Besitzer gewechselt. Martina von Waldenfels, Tochter des verstorbenen Scherdel-Chefs Walter Bach, hat das Haus gekauft. Der Fichtelgebirgsverein hatte das Gebäude, in dem einige Reparaturen anfielen, zum Kauf angeboten.

Vorher hatte der Pächter, der für seine gute Küche bekannt war und viele Gäste hatte, gekündigt. Der FGV Marktredwitz, Besitzer der Immobilie, hielt vergeblich nach einem würdigen Nachfolger Ausschau und scheute auch die Kosten einer umfangreichen Renovierung.

Landschaftlich reizvoll gelegen an einem Hang mit bestem Blick auf die Kösseine und die Höhen des Fichtelgebirges, befindet sich die Gastwirtschaft an der Route des bekannten Goldsteigs, der in Marktredwitz beginnt. Unweit davon, fußläufig zu erreichen, liegen in der Nähe die Burgruine Weißenstein und andere reizvolle Ausflugsziele des Steinwaldes.

Es gibt eine alte Verbindung zwischen der Käuferin und ihrer Familie mit dem alten markanten Gebäude an der Nahtstelle zwischen dem Steinwald und dem Fichtelgebirge. Die neue Besitzerin erinnert sich noch gut an Wanderungen mit ihren Großeltern zum Marktredwitzer Haus oder Familienfeiern. Schon ihr Vater Walter Bach hatte die Ausflugsgaststätte geliebt und geschätzt. Der mächtige Kachelofen im Neubau trägt seine Initialen und wurde von ihm gestiftet.

Vom Alpenverein erbaut

Und so rang Martina von Waldenfels nur kurz mit sich, als das Marktredwitzer Haus zum Verkauf stand. Bestand doch die Gefahr, dass jemand das Gebäude kauft und für sich nützt. Dann wäre es für die Allgemeinheit verloren gewesen. Immerhin gehört die Ausflugsgaststätte, 1928/29 vom Alpenverein erbaut und 1966 zum FGV gewechselt, zu den schönsten Hütten der Region.

Am Dienstag luden die neue Besitzerin und ihr Mann Max von Waldenfels zur Baustellenbesichtigung. Mit von der Partie waren der neue Pächter Matthias Schwarz, Oberbürgermeister Oliver Weigel und die Waldershofer Bürgermeisterin Margit Bayer. Sie freute sich darüber, dass das Marktredwitzer Haus für die Allgemeinheit erhalten wird. Immerhin befinde sich die beliebte Gaststätte auf dem schönsten Fleck von Waldershof mit der schönsten Aussicht auf das Fichtelgebirge, sagte die Bürgermeisterin. Auch familiär habe sie gute Erinnerungen an die Gaststätte.

Holz- und Dämmarbeiten

Martina von Waldenfels erläuterte anschließend die Bauarbeiten, während Handwerker aus Thiersheim Holz- und Dämmarbeiten auf einem Gerüst erledigten. So wird der Haupteingang, bisher im Anbau, wieder in den Altbau verlegt. Eine Behindertentoilette entsteht, andere WCs werden renoviert, die gesamte Küche erneuert. In einem zweiten Bauabschnitt folgen dann später die Modernisierung der Gästezimmer mit zwölf Schlafplätzen für Wanderer.

Im ersten Stock könnte eine Sauna mit bester Aussicht Platz finden. Der Biergarten wird wieder erweitert. Da es an einer starken Stromleitung hapert, sollen manche Geräte auf Gas umgestellt werden. Ob eine Photovoltaikanlage auf das Dach kommt, wird noch geprüft.

Hier der Bericht zum Kauf des Marktredwitzer Hauses

Wunsiedel
Gerüste prägen derzeit das Bild beim Marktredwitzer Haus.

Hier ein Bericht zu einer Aktion des FGV

Wunsiedel
Der schönste Blick vom "schönsten Platz von Waldershof" bietet sich von der Südseite des Marktredwitzer Hauses auf die Gipfel des Fichtelgebirges.
Wild, Fisch und allerhand Schmankerln:

Erfolgreich war die Suche nach einem neuen Pächter. Matthias Schwarz, ein gebürtiger Marktredwitzer, ist ein Freund der Familie und im April nach Marktredwitz zurückgekehrt. Der Bundespolizist war in den zurückliegenden zwölf Jahren im Ausland unterwegs und hatte Polizisten ausgebildet. Jetzt wechselt er in die Gastronomie. Auch zwei Köche, die sich verändern wollen, hat er bereits mit an Bord. Sie wollen vor allem Wild und Fisch bieten, aber auch allerhand Schmankerln an der Nahtstelle von Oberfranken und Oberpfalz aus beiden Bezirken. Noch in diesem Jahr, geplant ist im November, soll die Gaststube wieder geöffnet werden.

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