22.09.2020 - 14:16 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Bei Touristen und Wanderern mit Qualität punkten

Das Fichtelgebirge soll im Bereich Wandern zur Qualitätsregion werden. Das ist nicht nur dem Fichtelgebirgsverein wichtig. Nun fand ein erster Lehrgang statt.

Auf dem Weg durch das Wagenthal: Die 18 Lehrgangsteilnehmer mit den beiden Referenten Daniel Stein (Zweiter von links) und Tobias Pape (Siebter von links) vom Deutschen Wanderverband.
von Externer BeitragProfil

Seit diesem Jahr laufen die gemeinsamen Besprechungen und Vorbereitungen, das Fichtelgebirge zur Wanderqualitätsregion zertifizieren lassen, informiert der Fichtelgebirgsverein (FGV) in einer Pressemitteilung. "Die Bürgermeister, die Touristiker, aber auch die Wanderverantwortlichen des FGV sind sich einig, dass es unabdingbar ist, die Qualität hoch zu halten und somit dem Gast ein verlässliches Wanderversprechen zu geben." Ein Aspekt auf dem Weg zur Qualitätsregion sei die Erfassung des Schilder- und Wegebestandes nach vorgegebenen Kriterien.

Damit dies konform mit dem Wanderverband geschieht, haben sich nun fast zwei Dutzend Wanderverantwortliche der Ortsgruppen des FGV und Mitarbeiter der Tourismuszentrale Fichtelgebirge aufgemacht, um sich in Theorie und Praxis ausbilden zu lassen. Im Gruppenraum des evangelischen Kindergartens in Warmensteinach wurden in zwei Tagen alles über Wegeformate, Wander- und Besucherlenkungssysteme, Kriterien zu Natur- und Landschaftsformen sowie kulturelle und zivilisatorische Kriterien gelehrt.

Nicht fehlen durfte eine Lehrwanderung. Ausgestattet mit Karte, Erfassungsbogen und farbigen Stiften wurde der Wasser-Lebenspfad in Warmensteinach begutachtet und in einen Bogen aufgenommen. Dort konnten sowohl positive als auch negative Kriterien erfasst und beurteilt werden. Für die knapp 4,5 Kilometer lange Runde benötigte die Gruppe gut vier Stunden. Der Weg war sehr gut als Lehrweg geeignet, weil er viele Beispiele zur Erfüllung der Kriterien zeigte, aber auch ein paar Verbesserungen offenlegte, so der Fichtelgebirgsverein in der Pressemitteilung. Zurück im Schulungsraum wurden anhand einer Software der Datenbestand eingegeben und der Verbesserungsbedarf aber auch die erfüllten Punkte dargestellt.

Am Ende des Lehrgangs konnten 20 Fichtelgebirgler mit der Bescheinigung „Bestandserfasser“ des Deutschen Wanderverbandes tatenhungrig nach Hause gehen. Im nächsten Schritt wird die Lenkungsgruppe „Qualitätsregion“ die FGV-Ortsgruppen nochmals aufrufen, Vorschläge für zu prüfende Wege abzugeben, damit sie von den Bestandserfassern geprüft werden können.

Wegemeldungen sind an Christian Kreipe zu richten, Referent für Wanderwege des Fichtelgebirgsvereins. Das Fichtelgebirge benötigt aufgrund seiner Größe etwa 27 bis 30 Qualitätstouren, um flächendeckend als Wanderregion zu gelten. Weiterhin werden in den nächsten Monaten Gastgeber, Gasthäuser, aber auch Tourist-Infos hinsichtlich der Wünsche der Wanderer informiert und gelehrt. Ein langer Prozess liegt vor allen Beteiligten, den bisher auch erst vier Regionen in Deutschland durchlaufen haben, so der FGV.

Einen weiteren Bericht zum FGV lesen Sie hier

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