23.11.2020 - 22:15 Uhr
WaldershofOberpfalz

Brand in Waldershofer Altenheim

In einem Altenheim in Waldershof (Kreis Tirschenreuth) hat es gebrannt. Teile des Gebäudetraktes mussten geräumt werden. Der Brand konnte schnell gelöscht werden.

von Elisabeth Schätzler Kontakt Profil

In Waldershof hat es am späten Montagabend im Senioren-Servicehaus gebrannt. Gegen 20.40 Uhr ging der Notruf bei der Integrierten Leitstelle ein. Teile des Gebäudetraktes mussten laut ersten Meldungen der ILS geräumt werden. Laut Polizei hat das Pflegepersonal eine Rauchentwicklung aus einem Patientenzimmer im ersten Stock bemerkt. Wegen des total verrauchten Raumes konnten ein zur Hilfe eilender 27-jähriger Pfleger und eine 22-jährige Pflegerin das Zimmer nicht betreten. Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehren Waldershof, Marktredwitz, Poppenreuth, Walbenreuth und Mitterteich trafen kurze Zeit später am Brandort ein und bargen aus dem Zimmer einen 68-jährigen Bewohner, der neben dem Brandherd im Bett lag. Der Rollstuhl in dem Patientenzimmer stand in Brand, die Einsatzkräfte konnten ihn löschen.

Nach Andreas Neugirg, Prokurist beim Sozialteam und zuständig für alle Senioren- und Pflegeeinrichtungen, wurde der Brand mutmaßlich von dem Bewohner in seinem Zimmer der Einrichtung verursacht. "Zum Glück sind die Schäden relativ gering", resümiert Neugirg, nachdem der Brand gelöscht werden konnte. "Es gibt wohl drei Verletzte: der Bewohner selbst und zwei verletzte Mitarbeiter", informiert er. Die seien aber schnell versorgt worden. Das Feuer sei demnach durch die Brandmeldeanlage gemeldet und daraufhin die Rettungskette in Gang gesetzt worden.

Stefan Binner, Einsatzleiter Rettungsdienst, wurde als erstes mit zum Einsatz alarmiert. Relativ schnell sei nach Aktivierung der Brandmeldeanlage klar gewesen, dass es sich um einen Zimmerbrand handle, erklärt Binner. Der Bewohner habe sich zu der Zeit noch in dem Zimmer befunden und konnte von der Feuerwehr befreit werden. "Am Anfang war die Lage noch etwas unklar, mit wie vielen Bewohner beziehungsweise wie vielen Verletzten zu rechnen war." An Kräften waren sechs Rettungswagen, drei Notärzte, der leitende Notarzt, der organisatorische Leiter und der Einsatzleiter sowie die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung vor Ort. "Insgesamt waren es zwei Verletzte, die mit starker Rauchgasvergiftung ins Klinikum nach Marktredwitz gebracht wurden."

Der Rettungsdienst hat nach dem Entrauchen des Stockwerks sämtliche Bewohner registriert und untersucht, ob weitere Behandlungen im Krankenhaus nötig seien. Das sei aber nicht nötig gewesen, sagt Binner. Insgesamt sind 77 der 78 Einrichtungsplätze belegt, wie Neugirg erklärt. Trotz Corona habe der Einsatz "Gott sei Dank ganz normal stattfinden können".

Der 68-Jährige erlitt eine Rauchgasvergiftung sowie Brandverletzungen an den Gliedmaßen und im Gesicht. Laut Polizei besteht keine Lebensgefahr. Der Pfleger erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde ebenfalls ins Klinikum Marktredwitz zur Beobachtung verbracht. Die Pflegerin wurde ambulant vor Ort wegen eines Schocks versorgt.

Kreisbrandmeister Andreas Wührl war als Einsatzleiter mit circa 50 Männern und Frauen sowie 13 Fahrzeugen vor Ort. Zudem der Rettungsdienst mit 25 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizeiinspektion Tirschenreuth erscheint eine fahrlässige Brandstiftung im Umgang mit Zigaretten wahrscheinlich. Der Sachschaden des Zimmerbrandes dürfte sich auf mehrere zehntausende Euro belaufen.

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