12.03.2019 - 17:52 Uhr
WaldershofOberpfalz

CSU im Jahr der Erneuerung

Ein Jahr vor den Kommunalwahlen präsentiert sich die CSU in der Kösseinestadt in Aufbruchstimmung. Das ist bei der Hauptversammlung deutlich zu spüren. Ein Bild der Geschlossenheit vermitteln die Wahlen.

Treue Mitglieder ehrte die Waldershofer CSU. Unser Bild zeigt vorne von links die Geehrten Werner Spörer, Reinhold Schraml, Angela Burger und Günther Fachtan mit dahinter MdL Tobias Reiß, Mario Rabenbauer und Margit Bayer.
von Konrad RosnerProfil

Als es um die Neubesetzung der Vorstandsämter ging, wurden alle Posten in geheimer und schriftlicher Wahl einstimmig vergeben. CSU-Ortsvorsitzender bleibt in den kommenden zwei Jahren Mario Rabenbauer. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Angela Burger, Christine Weidmann und Margit Bayer gewählt. Werner Spörer wurde als Kassierer ebenso bestätigt wie Thomas Frischholz als Schriftführer.

Zuvor gab Mario Rabenbauer einen sehr ausführlichen Rechenschaftsbericht ab. Er betonte, dass 2019 für die Waldershofer CSU ein Jahr der Erneuerung sein solle. Aktuell habe die Partei in Waldershof 75 Mitglieder, ein Fünftel davon sei weiblich. Bemerkenswert sei, dass der Altersschnitt auf 57,8 Jahre gesunken sei, 2018 habe der Schnitt noch bei 60,8 Jahren gelegen: "Wir werden jünger." 2019 habe die CSU schon vier neue Mitglieder gewonnen. "Ich sehe auch mit Hinblick auf unsere starke Bürgermeisterkandidatin Margit Bayer noch großes Potenzial", sagte Rabenbauer. Klares Ziel sei, junge und vor allem auch weibliche Mitglieder zu gewinnen.

Der Vorsitzende verwies auf ein Mammutprogramm mit 51 Terminen, das der Ortsverband in den vergangenen zwölf Monaten abgearbeitet habe. "Wir leben den Begriff Mitmachpartei. Wir sind im politischen und vorpolitischen Raum aktiv. Wir bieten den Menschen den Rahmen, sich zu informieren, zu diskutieren und sich eine Meinung zu bilden." Vom starken Netzwerk der CSU-Familie profitierten alle, denn es gebe nur ein Ziel, das Beste für die Stadt, das Beste für die Heimat zu erreichen.

Rabenbauer beschrieb die Waldershofer CSU als aktiv, offen, modern, frisch und bestens aufgestellt. Mit diesem Rückenwind gehe man in die Europawahl am 26. Mai, zumal sich die historische Chance biete, mit Manfred Weber einen Bayern an die Spitze der Europäischen Kommission zu bekommen. Zudem habe Christian Doleschal aus Brand beste Chancen, als Abgeordneter ins Europäische Parlament einzuziehen. Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 könnte Margit Bayer zur neuen Bürgermeisterin gewählt werden, sagte der Vorsitzende. Bei ihrer Nominierung habe die CSU 100-prozentige Geschlossenheit demonstriert, dies sei bei einer relativ neuen Kandidatin keine Selbstverständlichkeit. "Unsere Mitglieder wollen diesen Weg der Erneuerung mitgehen und unsere Spitzenfrau unterstützen, wo es nur geht", zeigte sich Rabenbauer überzeugt, dass die CSU auch eine attraktive Stadtratsliste zusammenbekommen werde, voraussichtlich im April dieses Jahres. "Waldershof braucht einen kommunalpolitischen Neuanfang. Gemeinsam können wir dieses Ziel erreichen."

Kritik übte er an der Tatsache, dass es im vergangenen Jahr nur sieben Stadtratssitzungen gegeben habe: "Es bewegt sich zu wenig." Die bekannteste Anschrift in Waldershof sei derzeit "Markt 15". Der 850 Quadratmeter große Grund, so habe er aus der Zeitung erfahren, sei für 200 Euro verkauft worden. "Wir haben mehrmals mit Anträgen an den Stadtrat versucht, hier einen Leuchtturm für die Städtebausanierung zu schaffen, konnten uns aber nicht durchsetzen", bedauerte Rabenbauer.

Stefan Müller, Stefan Menzel, Hilmar Wollner, Ingrid Haberkorn, Hubert Kellner, Monika Greger, Gerhard Härtl, Thomas Ernstberger und Helmut Härtl wurden zu Beisitzern gewählt. Kassenprüfer sind Stefan Neumann und Otto Heider, Delegierte für die Kreisversammlung Angela Burger, Mario Rabenbauer, Margit Bayer, Willibald Reindl und Monika Greger. MdL Tobias Reiß zeichnete langjährige Mitglieder aus. Für jeweils 45 Jahre in der CSU Waldershof wurden Rudolf Blei und Gerhard Hausner, für 30 Jahre Angela Burger, Reinhold Schraml, Werner Spörer und Theodor Strunz geehrt. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurde Günther Fachtan ausgezeichnet.

Mit diesem Vorstandsteam geht die CSU Waldershof in die kommenden zwei Jahre. Sitzend von links Christine Weidmann, Mario Rabenbauer, Margit Bayer und Angela Burger. Stehend von links, Werner Spörer, MdL Tobias Reiß, Stefan Müller, Hubert Kellner, Helmut Härtl, Stefan Menzel, Thomas Frischholz, Ingrid Haberkorn, Monika Greger, Gerhard Härtl und Thomas Ernstberger.
Im Blickpunkt:

Kandidatin hat Lust auf Wahlkampf

Höhepunkt des Abends war ein „Zukunftsdialog“ von Bürgermeisterkandidatin Margit Bayer und MdL Tobias Reiß zum Thema „Die CSU auf den Weg zur Europa- und Kommunalwahl“. Reiß betonte, dass mit einem möglichen Einzug von Christian Doleschal in das Europa-Parlament die Region enorm gestärkt werde. Deutschland profitiere von Europa, Europa stehen für Frieden und Wohlstand. CSU-Spitzenkandidat Manfred Weber stehe für diese Werte, er könne bestimmte Fehlentwicklungen ändern. Zur Kommunalwahl empfahl Reiß: „Geht hinaus und macht Haustürbesuche, auch wenn manche darüber lächeln. Die Leute wollen gerne die Kandidatin kennenlernen.“ Margit Bayer bescheinigte er das Potenzial, Bürgermeisterin zu werden. „Du hast hier Wurzeln geschlagen, das werden die Leute wertschätzen.“ Margit Bayer betonte: „Ich habe Lust auf den Haustürwahlkampf. Ich will die Erwartungen, die ihr in mich setzt, noch übertreffen.“ Kernthema in den nächsten Jahren werde die Belebung des Ortskerns sein. Der Abgeordnete gab ihr in diesem Zusammenhang den Rat, sich mit Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer zusammenzusetzen: „Der kennt sich auf diesem Gebiet bestens aus.“ Zur Umgehung zeigte sich Reiß überzeugt, dass es wohl noch Ende dieses Jahres, spätestens Anfang 2020 losgehen werde.

Der wiedergewählte CSU-Ortsvorsitzende Mario Rabenbauer: „Waldershof braucht einen kommunalpolitischen Neuanfang.“
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