27.10.2020 - 11:58 Uhr
WaldershofOberpfalz

Gemeinsam den Waldershofer Stadtkern gestalten

Mario Rabenbauer und Gerhard Greger legen als Referenten für die Stadtentwicklung ein erstes Konzept im Stadtrat vor. Viele weitere Schritte sollen folgen.

Mario Rabenbauer: „Es gibt keine Denkverbote, wenn es um die Neugestaltung unseres Stadtkerns geht.“
von Autor FPHProfil

Die Stadt Waldershof nimmt erneut einen Anlauf, um die Neugestaltung der Innenstadt voranzutreiben. Schließlich haben die Arbeiten für die seit Jahrzehnten ersehnte Ortsumgehung begonnen. Da ist es wieder einmal an der Zeit, sich Gedanken zu machen, wie der Markt in Zukunft attraktiver gestaltet werden könnte. Federführend bei dem Prozess sind die beiden Stadträte Gerhard Greger (SPD) und Mario Rabenbauer (CSU), die sich das Referat Stadtentwicklung teilen. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats berichteten sie, wie sie die Sache angehen wollen.

Das Projekt Innenstadtentwicklung sei ein „großes Abenteuer“, sagte Greger einleitend. 32 Jahre wohne er jetzt schon im Markt. Und er könne sagen: Die Innenstadt sei im Laufe der Jahre nicht gerade schöner geworden. Im Gegenteil: Wegen des starken Durchgangverkehrs wurde die Situation immer schlimmer. Zwar hätten nun endlich die Arbeiten für die Ortsumgehung begonnen, aber das sei ein „Mordsbauvorhaben“, das einige Jahre dauern werde. Und auch „Corona wird uns runterbremsen“, vor allem in Hinsicht auf die Gaststätten in der Innenstadt, befürchtet Greger.

Mario Rabenbauer freute sich, mit Gerhard Greger einen „Ureinwohner“ des Marktes mit im Boot zu haben, der die Geschichte und Belange der Innenstadt kenne. Wichtig dabei sei, dass es bei der jetzigen Präsentation des Konzepts nur um den Auftakt eines langen Weges gehe. Die Bevölkerung, vor allem die Anwohner des Kernbereichs, müssten hier umfassend mit eingebunden werden. Sie seien eingeladen, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. „Es gibt keine Denkverbote, wenn es um die Neugestaltung unseres Stadtkerns geht.“

Verschiedene Themenbereiche stehen Rabenbauer zufolge an: Wohnen, Arbeiten, Ökologie, Verkehr, Wirtschaft, Handel und Gastronomie. Es werde auch Schnittmengen zu anderen Referaten wie Wirtschaft oder Umwelt geben.

Zusammen mit Gerhard Greger habe er begonnen, bereits vorliegende Konzepte und Studien zusammenzustellen, sagte Mario Rabenbauer. Die Daten füllten schon jetzt zwei ganze Leitz-Ordner. Im November sei vorgesehen, sich mit dem Marktredwitzer Innenstadtkoordinator Dominik Hartmann und dem Büro Kuchenreuther auszutauschen, das bereits 2011 und 2017 beim Erstellen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) dabei war. Auch ein Experte vom IHK-Gremium Nordoberpfalz soll heuer noch zur Thematik gehört werden, voraussichtlich per Videokonferenz.

Für das erste Quartal 2021 haben Greger und Rabenbauer die ISEK-Fortschreibung als Arbeitsgrundlage ins Auge gefasst. Im zweiten Quartal 2021 soll die Bürgerbeteiligung anlaufen. Erstes Teilziel ist dann die Überarbeitung und Fortschreibung des vorliegenden ISEK als Handlungsleitfaden für die Innenstadtentwicklung. „Das sind so unsere Gedanken für den Auftakt“, sagte Rabenbauer. Er betonte, dass das ganze Stadtratsgremium und die Verwaltung im Rathaus gefordert seien. Die Aufgabe der Referenten sei „Moderieren, anschieben und zusammenführen“.

Hier ein weiterer Bericht zur Stadtratssitzung in Waldershof

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