31.10.2019 - 10:25 Uhr
WaldershofOberpfalz

Große Tüfetelei für mehr Lagerraum

Mehr Lagerplatz wünschte sich Kösseinehaus-Wirtin Regina Rothenberger. Der Bitte kam der Fichtelgebirgsverein gerne nach. In einer 9,5-Stunden-Aktion wurden 13,5 Quadratmeter Platz geschaffen.

In zwei Fuhren brachten Brigit Schelter und ihr Partner Johannes Hein eine Tonne Arbeitsmaterial zum Kösseinehaus. Unter der Terrasse wurde Erdreich und Fels abgetragen und eine ebene Fläche für einen Lagerraum geschaffen.
von Externer BeitragProfil

Das Kösseinehaus, 939 m hoch gelegen, ist ein Anziehungspunkt im Fichtelgebirge, der seit der Übernahme durch die Wirtin Regina Rothenberger einen großen Aufschwung erfahren hat. An manchen Tagen strömen Hunderte von Gästen von allen Seiten zum Gipfelhaus. Diese wollen versorgt sein, deshalb muss die Lagerhaltung und Logistik stimmen. Diese erfordert natürlich entsprechenden Platz.

Regina Rothenberger hat daher die ehrenamtliche Mitbetreuerin des Kösseinehaus Birgit Schelter angesprochen, dass sie dringend weitere Lagerflächen bräuchte, um für den Ansturm gerüstet zu sein. Unter der Terrasse wäre grundsätzlich noch ausreichend witterungsgeschützter Platz, schlug die Wirtin vor. Nur müsse man dort halt eine ebene Fläche schaffen bei all der Erde und den Felsbrocken.

Eine Tonne Material

Der bitte kam der FGV-Hauptverein gerne nach. Birgit Schelter startete zusammen mit ihrem Partner Johannes Hein einen Aktionstag. Dank des umfangreichen fachlichen Wissens von Johannes Hein konnte innerhalb von 9,5 Stunden eine Lagerfläche am Kösseinehaus geschaffen werden. Mehr als eine halbe Tonne Material in Form von Balken, Steinplatten und Grobspanplatten wurde in zwei Fuhren mit dem Auto auf die Kösseine transportiert. Durch die Schräge des Erd- und Felsbodens unter der Terrasse war große Tüftelarbeit für Birgit Schelter und Johannes Hein angesagt. Wasserwaage hin, Wasserwaage her. Zollstock längs, Zollstock quer. Die Handkreissäge und der Akkuschrauber aus der Hobbywerkstatt waren gefragt. Immer wieder mussten die beiden die Balken zentimeterweise umsetzen, unterlegen, Erde weggraben und Fels wegklopfen, bis die Nivellierung passte.

13,5 Quadratmeter

Herausgekommen ist nunmehr eine ebene Lagerfläche mit rund 13,5 Quadratmetern, auf der Wirtin Regina Rothenberger ab sofort Utensilien, wie Dekoartikel, Servietten, Papiertücher oder Leergut, in entsprechend wetterfesten Behältnissen lagern kann. Auch die Terrassenmöbel finden dort –wie bisher – ihren Platz über den Winter.

Regina Rothenberger war hellauf begeistert von dem neuen Lagerraum. Die Wirtin danke den beiden Helfern für diese Aktion mit einem Essen und Getränken.

Wer Lust sein fachliches Wissen oder handwerkliches Können ab und an beim Fichtelgebirgsverein einbringen möchte, darf sich jederzeit Birgit Schelter, unter 0160/4 678 650 an wenden.

Wirtin Regina Rothenberger und Johannes Hein im vollendeten Werk. Nach neuneinhalb Stunden war der Lagerraum fertig.
Fichtelgebirgsverein macht sich für Umwelt und Klima stark:

Der Fichtelgebirgsverein (FGV) macht sich in Zukunft neben dem bisherigen Bereich „Naturschutz“ auch für den Umwelt- und Klimaschutz stark. Nachdem der Landesverband Bayern der deutschen Gebirgs- und Wandervereine mit seinen gut 100 000 Mitgliedern in 16 Wandervereinen das Thema Umweltschutz – und damit auch den Klimaschutz – in seine Satzung als weiteren Verbandszweck aufgenommen hat, schloss sich auch der FGV der Satzungsänderung an. Bereits seit seinen Gründungsjahren kümmert sich der FGV mit seinen Mitgliedern um die Erhaltung und Pflege der Landschaften des Fichtelgebirges sowie dessen Natur und Geschichte. Die FGV-Wanderführer, die zum Teil schon jetzt Zusatzausbildungen als zertifizierte Natur- und Landschaftsführern haben, bestärken bei den geführten Wanderungen und Exkursionen im gesamten Fichtelgebirge die Teilnehmer in ihrem Verständnis für Umwelt- und Naturschutz. Mit der Betreuung von 142 Wegen mit 2 443 Kilometern und 180 Rundwegen mit 1 224 Kilometern – auch in Form von Natur- und Kulturlehrpfaden– fördert der Fichtelgebirgsverein umweltfreundlichen Tourismus, eine klimafreundliche Freizeitgestaltung und damit das Interesse für eine nachhaltige Entwicklung. Als anerkannter Naturschutzverband handelt der FGV seit jeher umweltfreundlich und nachhaltig. Sei es durch die Anlage und Pflege von Biotopen, die Unterstützung der lokalen Naturschutzverbände oder in Form der vereinseigenen Stiftung „Natur- und Kulturlandschaft Fichtelgebirge".

 

 

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