05.02.2021 - 14:40 Uhr
WaldershofOberpfalz

Hochregallager, Parkdeck und neuer Straßenname

Um die Produktion zu steigern, will ein Unternehmen in Waldershof investieren. Die Dimensionen beeindrucken. Immerhin soll das Hochregallager 38 Meter hoch werden. Nicht nur dem Bauherrn, auch dem Stadtrat ist das Projekt wichtig.

Im Gewerbegebiet "Westlich der Marktredwitzer Straße" sollen ein 38 Meter hohes Hochregallager und ein Parkdeck entstehen.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Die Firma bekenne sich mit dem Projekt und der Investition klar zum Standort Waldershof, schickte Bürgermeisterin Margit Bayer der Diskussion am Donnerstag voraus. Zur Erweiterung des Geschäftsbetriebs seien ein Hochregallager sowie ein Parkdeck geplant. Wegen der Höhe des Hochregallagers sei eine Änderung des Bebauungsplans "Westlich der Marktredwitzer Straße" notwendig.

Wie auf Nachfrage zu erfahren war, soll das Hochregallager auf einer Fläche von 160 mal 40 Metern entstehen und 38 Meter hoch werden. Der Bebauungsplan sehe nur 13 Meter vor. Das Parkdeck bekomme die Form eines großen L und messe an den längsten Seiten 75 beziehungsweise 32 Meter. Die Höhe: 13 Meter. In der Beschlussvorlage schreibt die Stadtverwaltung: "In einem Vorgespräch mit dem Landratsamt Tirschenreuth wurden bereits mögliche bauplanungs- und bauordnungsrechtliche Themen erörtert - mit dem Ergebnis, dass das Vorhaben voraussichtlich genehmigungsfähig ist." Im Beteiligungsprozess könnten Bürger und Träger öffentlicher Belange Einwendungen vorbringen.

Bürgermeisterin Margit Bayer sprach von einer in Waldershof ausgesprochen erfolgreich tätigen Firma. Sie verwies auf die Steuereinnahmen durch das Unternehmen. Vom Firmenerfolg würden alle Bürger profitieren, so die Rathauschefin weiter. Das Vorhaben sei absolut zu befürworten.

Ähnlich argumentierte Maximilian Kastner, Fraktionssprecher von CSU und Wählerbund. Man sei sich bewusst, was da baulich auf einen zukomme. Auch empfand er es gut, dass statt in die Fläche in die Höhe gegangen werde. "Wir sehen das positiv", erklärte Winfried Neubauer für die Freien Wähler. Er nannte es sinnvoll, den Flächenverbrauch zu reduzieren. Die Höhe des Hochregallagers sei deshalb in Ordnung. Jeder Gewerbebetrieb, der sich zum Standort Waldershof bekenne, sei wichtig, argumentierte SPD-Fraktionssprecher Jürgen Ranft. Mit Nachdruck sagte er: "Wir brauchen auch künftig Gewerbesteuereinnahmen." Mit Blick auf die Gestaltung des Lagers hoffte er auf eine ansprechende Fassade.

Schließlich befürworteten alle Stadträte das Vorhaben und stimmten für die Einleitung des Änderungsverfahrens bezüglich der zweiten Änderung des Bebauungsplans "Westlich der Marktredwitzer Straße" in Waldershof.

Einstimmigkeit herrschte auch bei einem weiteren Tagesordnungspunkt: Wegen des Namens der Stichstraße im Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Rosenthal-Gelände hatte sich die Firma Cube an die Stadt Waldershof gewandt. Denn es gebe immer wieder Probleme im Lieferverkehr. Lastwagen würden sich verfahren. Aufwendiges Umkehren oder Rangieren sei die Folge. Die Firma Cube hat einen Betriebssitz an der Abbiegespur beim Autohaus Mößbauer und ein weiteres Firmengebäude an der neuen Stichstraße, so die Stadtverwaltung. Nun sind Namensvorschläge gefragt. Winfried Neubauer (Freie Wähler) wies darauf hin, dass er bereits vor einiger Zeit mal "Rosenthalstraße" und "Industriestraße" genannt habe. Eventuell könnte man wegen des auffälligen Geländes in dem Bereich auch "Zur Pyramide" nehmen. Die Marktredwitzer Straße sei lang, deshalb riet Jürgen Ranft (SPD) zur besseren Orientierung des Lieferverkehrs zu "Porzellinerstraße" oder auch zu "Zur Pyramide".

Hier ein weiterer Bericht zur Sitzung des Waldershofer Stadtrats

Waldershof
"Zur Pyramide", "Porzellinerstraße" oder auch "Industriestraße" sind schon mal erste Namensvorschläge für die Stichstraße (Bild) ins Gewerbegebiet.

 

 

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