21.03.2021 - 09:42 Uhr
WaldershofOberpfalz

Neue Wasserleitung im Waldershofer Markt: Baustart im Mai

Die Baumaßnahme im Zentrum von Waldershof ist mit großräumigen Umleitungen verbunden. Für den ersten Abschnitt der Erneuerung der Wasserleitung im Markt liegt nun eine Kostenschätzung vor: rund 1,1 Millionen Euro.

Über eine Million Euro kostet voraussichtlich der erste Abschnitt der Erneuerung der Wasserleitung im Markt.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Nicht nur mit Blick auf die aktuelle Maßnahme im Markt meinte SPD-Fraktionssprecher Jürgen Ranft, dass die Stadt viel Geld im Boden „vergraben“ müsse. Für die Erneuerung der Wasserleitung im Markt hatte die Stadtverwaltung für den Abschnitt von der Einmündung der Kemnather Straße bis zur Einmündung der Ritter-von-Wagner-Straße eine Kostenschätzung vornehmen lassen, informierte Bürgermeisterin Margit Bayer in der Stadtratssitzung am Donnerstag. Das beauftragte Ingenieurbüro Harald Götz ermittelte eine Summe von rund 1,1 Millionen Euro. Falls belasteter Boden oder teerhaltiges Material gefunden würden, könnten die Kosten noch steigen.

Auch hat das Ingenieurbüro schon mal kalkuliert, mit welchen Kosten zu rechnen sei, um die seitlichen Straßenbestandteile wieder in Ordnung zu bringen. Hier nennt die Stadtverwaltung die Wiederherstellung der Fahrbahn, Risse, Löcher, Bordsteine. Erwartet würden Kosten von rund 200.000 Euro (netto). Die Stadträte ermächtigten schließlich die Verwaltung, die Arbeiten zur Erneuerung der Wasserleitung im Abschnitt von der Einmündung der Kemnather Straße bis zur Einmündung der Ritter-von-Wagner-Straße an den wirtschaftlichsten Anbieter (gemäß Vergabevorschlag des Ingenieurbüros Götz) zu vergeben. Jürgen Ranft wies darauf hin, dass man den Anwohnern wegen des starken Verkehrs nach der Baumaßnahme keine schlechte Straße mit Schlaglöchern (Stichwort: Lärm) zumuten könne. Bürgermeisterin Margit Bayer sicherte zu, dies noch detailliert zu diskutieren. Helmut Härtl (CSU) fragte nach dem Baubeginn bei der Erneuerung der Wasserleitung im Markt. Bayer informierte: „Wir möchten spätestens Mitte/Ende Mai starten.“ Der Schwerverkehr werde großräumig umgeleitet.

„Gewerbepark“

Wie bereits berichtet, beantragte die Firma Cube die Umbenennung der neuen Stichstraße im Gebiet des Bebauungsplans „Gewerbegebiet ehemaliges Rosenthal-Gelände“, weil sich Lastwagen im Lieferverkehr immer wieder verfahren würden. Nach kurzer Aussprache einigten sich die Stadträte am Donnerstag auf den Namen „Gewerbepark“.

Ja sagten die Stadträte zu einer Bauvoranfrage zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses im Gebiet des Bebauungsplans „Hofstatt-Erweiterung und Im engen Gassel“. Das Gebäude soll die Baugrenze im nordwestlichen Bereich um etwa zwei Meter überschreiten. Im südlichen Bereich sei eine Überschreitung von rund einem Meter geplant, berichtete Bürgermeisterin Margit Bayer. Die daher nötige Befreiung von der Festsetzung des Bebauungsplans stellte für die Stadträte kein Problem dar. Maximilian Kastner, Fraktionssprecher von CSU und Wählerbund, erklärte: „Wir freuen uns, dass trotz des schwierigen Zuschnitts des Grundstücks gebaut werden kann.“ Zustimmung signalisierten Winfried Neubauer für die Freien Wähler und Jürgen Ranft (SPD). Ranft merkte an: „Das Grundstück stellt wirklich eine Herausforderung dar. Wir begrüßen den Lückenschluss.“

Zusätzlicher Wohnraum

Die erforderliche Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans gewährten die Stadträte auch bei einem weiteren Bauvorhaben. Im Gebiet des Bebauungsplans „Stemmenreuth“ sollen an einem bestehenden Wohnhaus eine Schleppgaube erweitert und eine Dachloggia erstellt werden. So soll weiterer Wohnraum geschaffen werden. Ein Ziel, für das alle Stadträte ihre Hand hoben.

Geschlossen votierte das Gremium auch für die Außenbereichssatzung im Stadtteil Hohenhard im Bereich Kapellenweg und Kalvarienbergstraße. Seitens der Träger öffentlicher Belange waren zahlreiche Hinweise und Anregungen eingegangen, die geprüft, gewürdigt und teils aufgenommen wurden. FW-Fraktionssprecher Winfried Neubauer sah die Außenbereichssatzung „absolut positiv“ und empfahl sie auch für andere Bereiche.

Hier ein weiterer Bericht zur Sitzung des Waldershofer Stadtrats

Waldershof

 

 

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