28.06.2021 - 18:00 Uhr
WaldershofOberpfalz

Doch noch Tempoanzeige für Kreuzweiherweg in Waldershof

Da ist dem Stadtrat Christian Fritsch (SPD) in der Fragestunde der Geduldsfaden gerissen: Er erkundigte sich, wie es mit seiner Anfrage stehe, im Kreuzweiherweg elektronische Geschwindigkeitsanzeigen aufzustellen.

Geschwindigkeitsanzeigen sollen den Verkehr im Kreuzweiherweg bremsen.
von Autor FPHProfil

Schon mehrfach hatte sich Christian Fritsch für eine dauerhafte Tempomessung im Kreuzweiherweg in Waldershof stark gemacht. Kämmerin Barbara Fütterer antwortete auf eine erneute Frage des SPD-Stadtrats in der jüngsten Sitzung, dass ein Angebot vorliege, man aber mit der Bestellung warten möchte, bis der Haushalt soweit sei.

„Wie lange wollen wir denn noch warten?“, schimpfte Fritsch. Jeden Tag würden da Leute mit 70, 80 km/h durchfahren, darunter Baustellenfahrzeuge und Lkw. Man wolle ein Zeichen setzen, weil es in diesem Bereich viele kleine Kinder gebe. Die Situation mit den Rasern, die auf der geraden Straße beschleunigen, sei schon grenzwertig. „Ich habe das vor einem Jahr angesprochen. Irgendwann geht auch mir die Geduld aus. Bitte bestellt das!“, appellierte er an die Verwaltung. Eine Ausgabe von 1200 Euro könne doch nicht haushaltsrelevant sein. Viermal habe er die Sache bei der Verwaltung angesprochen, viermal habe er Zusagen bekommen, geschehen sei nichts. Winfried Neubauer (FW) unterstützte Fritsch: Digitale Geschwindigkeitsanzeigen seien durchaus wirkungsvoll, schnelle Fahrer zur Einsicht zu bringen. Am Ende sprach Bürgermeisterin Margit Bayer ein Machtwort: „Wir bestellen jetzt die Dinger!“

Lange hat es gedauert: Immer wieder musste der Bebauungsplan für das Baugebiet „Stadelweiher“ beim Stadtpark überarbeitet werden. In der jüngsten Waldershofer Stadtratssitzung lag nun die Planung für die vier Bauparzellen vor, die das Gremium einstimmig absegnete. Sie wird nun öffentlich ausgelegt. CSU/Wählerbund-Sprecher Maximilian Kastner äußerte die Hoffnung, dass der Verfahrensschritt zügig abgewickelt wird, damit beim Stadtpark endlich gebaut werden könne. Winfried Neubauer (Freie Wähler) pflichtete bei und ersparte sich kleinere Anmerkungen zum Plan, um die Sache nicht in die Länge zu ziehen. Jürgen Ranft (SPD) empfahl, ungeachtet des weiteren Planungsverfahrens, die Parzellen schon mal auszumessen, damit die angehenden Bauherren keine Zeit mehr verlieren. Sie hätten wegen der Verzögerungen ohnehin schon einen Schaden zu tragen – weil mittlerweile die Preise auf dem Bausektor stark angezogen hätten.

Im Kösseinebad wird es künftig einen weiteren Beachvolleyball-Platz geben. Dafür muss das Beachsoccerfeld weichen. Einen entsprechenden Antrag von Jugendbürgermeister Christoph Kastner und dem Jugendparlament Waldershof hat der Stadtrat einstimmig angenommen. Zur Begründung hieß es, dass Beachsoccer nur selten gespielt, das Beachvolleyballfeld jedoch eifrig genutzt werde.

Das katholische Stadtpfarramt Sankt Sebastian erhält von der Stadt Waldershof einen Zuschuss für die Generalsanierung der neuen Pfarrkirche. Er beläuft sich auf fünf Prozent der von der Kirchengemeinde zu tragenden Kosten, jedoch maximal 60 000 Euro. Diesen Beschluss aus nichtöffentlicher Sitzung gab Bürgermeisterin Margit Bayer in der jüngsten Stadtratssitzung bekannt. Außerdem wurde die Entschlammung des Dorfweihers Lengenfeld und die Sanierung des Überlaufs zum Angebotspreis von 24 752 Euro an die Firma Zeitler aus Kemnath vergeben. Der Auftrag für das Nachtragsangebot Nummer 40 bei der Erschließung und Sanierung der Deponie „ehemaliges Rosenthalgelände“ ging für 31 377 Euro an die Firma TS Bau GmbH, Jena. In Kenntnis gesetzt wurde der Stadtrat über eine Eilentscheidung im Zuge der Geländemodellierung Rosenthal. Die Verwaltung wurde dazu ermächtigt, die rund 78 000 Euro teure Entsorgung von 3600 Kubikmeter Haufwerke auf dem Scherdelgrundstück an den jeweils wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben.

Die Stadt Waldershof schließt mit der Bayernwerk Netz GmbH einen neuen Strom-Konzessionsvertrag ab. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Der neue Vertrag läuft über 20 Jahre und beginnt am 26. September 2023, am Tag, nachdem der alte abgelaufen ist. Die Stadt hatte den Vertrag ausgeschrieben; Bayerwerk war der einzige Bewerber.

Da sie geimpft sei und sich zudem regelmäßig teste lasse, werde sie in Zukunft wieder Geburtstags- und Jubiläumsbesuche machen, kündigte Bürgermeisterin Margit Bayer in der Stadtratssitzung an. Sie würde sich freuen, wenn Jubilare dieses Angebot annehmen.

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Waldershof

 

 

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