20.11.2018 - 13:07 Uhr
WaldershofOberpfalz

Wanderer vor verschlossener Tür

Seit Ende September ist das Marktredwitzer Haus geschlossen. Der Fichtelgebirgsverein sucht nach Nachfolgern für das Pächterehepaar Rupprecht.

„Gaststätte geschlossen“, steht auf dem Schild beim Eingang des Marktredwitzer Hauses. FGV-Geschäftsführer Jörg Hacker hofft, dass schnell wieder neue Pächter in das Gasthaus einziehen.
von Lucia Seebauer Kontakt Profil

Das Haus bietet Platz für 100 Gäste und hat 6 Zimmer mit 12 Betten für Übernachtungen. Am Marktredwitzer Haus führt der Goldsteig entlang und in der Nähe steht die Burgruine Weißenstein. "Außerdem hat man bei klarer Sicht einen wunderbaren Blick auf die Kösseine", erklärt Jörg Hacker, Geschäftsführer des Fichtelgebirgsvereins. Momentan hat das Gasthaus jedoch geschlossen. "Am 30. September lief der Pachtvertrag mit dem Ehepaar Rupprecht aus. Anfang Oktober fand die Übergabe an den FGV statt", sagt Hacker.

Das Pächterehepaar Karin und Jürgen Rupprecht musste aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Fünf Jahre stand das Marktredwitzer Haus unter ihrer Führung. "An den beiden ist viel hängen geblieben. Seit Jahren beklagten sie Personalmangel. Das ein generelles Problem in der Gastronomie", bedauert Hacker. Derzeit sucht der FGV Nachfolger für die Rupprechts.

Hüttenwart ist momentan Günther Karl von der FGV-Ortsgruppe Marktredwitz. "Ich schau einmal in der Woche kurz vorbei. Kümmere mich um die Heizung, Wasser und Blumen gießen", sagt er. Für die Ortsgruppe sei es sehr wichtig, dass das Haus bald wieder neue Pächter bekommt. "Wenn ich oben bin, kommen immer wieder Leute und fragen nach, warum zu ist." Karl weiß, dass das Marktredwitzer Haus ein beliebtes Ausflugsziel ist: "Es sind viele Wanderer unterwegs, die dort einkehren wollen. Teilweise kommen aber auch Leute mit dem Auto oder sogar mit Bussen dorthin gefahren."

Jörg Hacker betont: "Es wird zunehmend schwieriger, neue Pächter für unsere Häuser zu finden." Außer dem Marktredwitzer Haus gehören zum FGV auch das Waldsteinhaus bei Weißenstadt, das Seehaus am Schneeberg, das Kösseinehaus bei Wunsiedel und der Asenturm auf dem Ochsenkopf. "Wir suchen momentan auch für das Seehaus neue Pächter und beim Waldsteinhaus hatten wir zwei Wechsel in kürzester Zeit", berichtet der Geschäftsführer. Interessenten gebe es bereits für das Marktredwitzer Haus, jedoch stehe der FGV noch mit keinem in einem intensiveren Kontakt. "Wir sind auch vorsichtiger geworden", gibt Hacker zu.

Er ist der Meinung, dass das Haus jemand führen sollte, der die Gegend kennt oder kennen lernen will. "Als Hüttenwart muss man schon auch Auskünfte über die Region und Wanderwege geben können. Das sollte einem schon liegen." Jedoch ist er auch überrascht, dass es für das Marktredwitzer Haus weniger Interessenten als für das Seehaus gibt. Denn das Gasthaus bei Waldershof sei einfacher zu bewirtschaften. "Wir hängen hier am Netz, es ist einfacher befahrbar für Lieferanten, und es gibt keine großen Probleme mit Schneeräumen im Winter." Zudem sei das Marktredwitzer Haus auch mehr Gastwirtschaft als Herberge. "Hier übernachten meistens Wanderer, die dann am nächsten Tag wieder weiterziehen." Auch eine kleine Pächterwohnung steht zur Verfügung. Jörg Hacker: "Das Haus kann sofort bezogen werden."

Das Marktredwitzer Haus ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Jörg Hacker, Geschäftsführer des Fichtelgebirgsvereins, erklärt, wie es derzeit um das Haus steht. Er hofft, dass schnell wieder neue Pächter in das Gasthaus einziehen.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.