21.12.2020 - 17:10 Uhr
WaldershofOberpfalz

Wappen zieren künftig den Waldershofer Kreisverkehr

Stadtrat Stefan Müller (Bild) ist über eine Antwort aus dem Landratsamt verärgert: „Das finde ich nicht okay.“
von Autor FPHProfil

Die Tristesse des Waldershofer Kreisverkehrs wird in absehbarer Zeit ein Ende haben: Die Stadt Waldershof hat an die Firma "Giese Gartengestaltungs-Elemente" aus dem sächsischen Rötha den Auftrag erteilt zum Anfertigen und Montieren von vier Wappen, die den Verkehrsknotenpunkt zwischen Waldershof und Marktredwitz optisch aufwerten sollen. Der Stadtrat hat in nichtöffentlicher Sitzung im November den Auftrag zum Angebotspreis in Höhe von 26.616 Euro vergeben, informierte Bürgermeisterin Margit Bayer in der Jahresabschlusssitzung. Als „künstlerisch anspruchsvoll“ und „wunderschön“ charakterisiert Bayer den Stil der Firma, die schon mehrere Kreisverkehre gestaltet habe.

Geplant ist, dass in Ausfahrtrichtung Waldershof das Wappen der Kösseinestadt angebracht wird, in Richtung Marktredwitz das Wappen der oberfränkischen Nachbarstadt; in Richtung Fuchsmühl wird auf den Naturpark Steinwald hingewiesen; die künftige Ausfahrtrichtung Umgehungsstraße erhält den optischen Hinweis auf den Naturpark Fichtelgebirge. Die Kosten für das Marktredwitz-Wappen übernimmt Bayer zufolge die Stadt Marktredwitz, für das Steinwald-Wappen ist die Steinwald-Allianz mit im Boot, die Kosten für den Naturpark Fichtelgebirge trägt die Stadt Waldershof mit.

Jungen Menschen die Heimat näherzubringen: Das ist dem Waldershofer Pädagogen und Stadtrat Stefan Müller enorm wichtig. Schon lange hegt er beispielsweise das Ansinnen, die Bäche der Kösseinestadt bekannter zu machen und mit Schildern darauf hinzuweisen, wo Steinbach, Walbenbach, Kössein oder Kreuzweiher-Bachl fließen. Schon vor einem halben Jahr hat deshalb die Stadt Waldershof beim Landratsamt in Tirschenreuth angefragt, ob an Kreis- und Staatsstraßen in Nähe der Gewässer grüne Schilder mit den Namen der Bäche in gelber Schrift angebracht werden könnten.

In der Sitzung am Donnerstag hat Christoph Haberkorn, Geschäftsstellenleiter der Stadt, über die jetzt eingegangene Antwort aus dem Landratsamt informiert: Sie fiel negativ aus. An Kreis- und Staatsstraßen gehe das nicht, lediglich an Ortsstraßen dürfe die Stadt Schilder aufstellen, und zwar die braunen mit weißer Schrift. Stadtrat Stefan Müller war über diese lapidare Antwort, für die das Amt ein halbes Jahr brauchte, sichtlich verärgert. „Das finde ich nicht okay.“ Unverständlich ist für ihn zudem, dass es anderswo durchaus gehe; in Marktredwitz gebe es sehr wohl ein grüngelbes Schild mit Hinweis auf die Kössein, bemerkte er in der Sitzung.

Hier ein weiterer Bericht zur Sitzung des Waldershofer Stadtrats

Waldershof

 

 

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