Waldsassen
08.09.2019 - 10:56 Uhr

Ärger ohne Ende mit Vodafone

Etwa ein halbes Dutzend Anwohner der Finkenbühlstraße war Ende August zehn Tage lang ohne Kabelfernsehen, mindestens ein Anwohner sogar ohne Telefon und Internet. Die Zeit bis zur Reparatur des Verteilerkastens glich einer Odyssee.

Etwa ein halbes Dutzend Anwohner der Finkenbühlstraße war Ende August zehn Tage ohne Kabelfernsehen, mindestens ein Anwohner zusätzlich sogar ohne Telefon und Internet. Symbolbild: Britta Pedersen/dpa
Etwa ein halbes Dutzend Anwohner der Finkenbühlstraße war Ende August zehn Tage ohne Kabelfernsehen, mindestens ein Anwohner zusätzlich sogar ohne Telefon und Internet.

Schuld war ein defekter Verteilerkasten an der Ecke Finkenbühlstraße/Wiesenstraße, der von einem Unbekannten angefahren wurde. Obwohl nun alles wieder funktioniert, ist der Ärger der Betroffenen immer noch groß. „Ich versuchte fast täglich, in Kontakt mit dem Vodafone-Kundenservice, der Störungsstelle und dem Techniker-Service zu kommen“, ärgert sich Manfred Müller. Bei jedem Anruf wiederholte und wiederholte er sich. „Ohne dass etwas geschehen wäre! Keiner bei Vodafone schien sich angesprochen zu fühlen. Ich wurde stets abgespeist.“

Zwischenzeitlich bekam der Waldsassener die Information auf sein Handy, wonach der Schaden behoben sei. „Aber nichts war behoben.“ Wieder rief er bei Vodafone an. Müller erhielt die Zusage, dass ein Techniker vorbeikommen würde. Niemand kam. Auch zu einem weiteren Termin kam niemand. „Ich für meinen Teil habe die Nase gestrichen voll von diesem Unternehmen.“ Er informiert sich bei anderen Anbietern und überlegt, zu kündigen.

Waldsassen25.08.2019

Diese Tortur machte auch Andreas Ernstberger mit, ebenfalls Anwohner der Finkenbühlstraße. „Als Betroffener kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Aussage ,Wir haben keinen einzigen Störungsfall vorliegen‘ ist schlichtweg falsch und eine bodenlose Frechheit.“ Die ganze Nachbarschaft habe Störungen gemeldet. Auch er berichtet von zahllosen Anrufen und Terminen, zu denen kein Techniker kam. „Ich arbeite von zu Hause aus, ich bin auf Internet und Telefon angewiesen“, sagt Ernstberger. Er wurde von Hotline zu Hotline verwiesen. Doch die Telefonnummer des Subunternehmers „Solutions 30“ funktionierte nicht. Ein Termin mit dem Techniker brachte keinen Erfolg. Tage später wurde das Störungsticket des Betroffenen plötzlich geschlossen. Die Aussage bei „Solutions 30“: „Die Störung wurde behoben.“ Fernsehen, Internet und Telefon gingen dennoch nicht. „Die tun das so, als ob nichts wäre“, empört sich der Waldsassener. Erst als nach rund zwei Wochen das Störungsticket als Schadensmeldung erfasst wurde, kam am Folgetag ein Mitarbeiter und reparierte den Verteilerkasten provisorisch. „Anschließend klingelte er bei uns und meinte kopfschüttelnd, dass der Mitarbeiter, der am Tag nach der ersten Störungsmeldung vor Ort war, das auch ohne großen Aufwand hätte tun können.“ Der Waldsassener ist immer noch aufgebracht: „Zum Verzweifeln. Nie wieder Vodafone!“

 
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