14.02.2019 - 15:15 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Barocke Säle als Bühnen

„Ich hatte das zuerst gar nicht auf dem Schirm“, erklärt Andreas Sagstetter, dass er die Bedeutung der Mail zuerst nicht recht einzuordnen vermochte. Denn derlei Anfragen kämen immer wieder. Eine im Januar aber war aber eine besondere.

Die Aula der Zisterzienserinnenabtei, einer der drei Veranstaltungsräume für Konzerte des Waldsassener Kammermusikkreises, ist im Beitrag des aktuellen TV-Programmhefts "Prisma" der Blickfang.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Der Kirchenmusikdirektor, der auch Vorsitzender des Waldsassener Kammermusikkreises (WKK) ist, erhielt elektronische Post aus Düsseldorf. Er, Sagstetter, möge dem Absender „hochauflösendes Bildmaterial“ zur Verfügung stellen, hieß es da. Denn in der nächsten Ausgabe solle die Konzertreihe vorgestellt werden.

Sagstetter, der zunächst hinter der Anfrage ein Busunternehmen vermutet hatte, sah Anfang dieser Woche wie viele andere Leser auch das Ergebnis: In der neuen Ausgabe des bundesweit erscheinenden TV-Wochenmagazins „Prisma“, das regelmäßig auch der Tageszeitung „Der neue Tag“ beiliegt, ist gleich auf der zweiten Seite ein Hinweis auf die einzelnen Termine der Veranstaltungsreihe des WKK veröffentlicht. „Ich war ganz überrascht“, so Sagstetter über den Beitrag in dem Heft. Es kommt laut Impressum auf eine Auflage von über 4,6 Millionen Exemplaren. Illustriert ist der Beitrag mit einer Aufnahme der Aula der Zisterzienserinnenabtei. Der beeindruckende Raum wie der Bibliothekssaal des Klosters darüber dient als Veranstaltungssaal, außerdem der Harmoniesaal: „Drei barocke Säle im ehemaligen Abteischloss und im Kloster verwandeln sich in Bühnen...“, heißt es in dem Text mit dem Hinweis auf die einzelnen Termine.

Sagstetter geht davon aus, dass die Veröffentlichung aktuell auch den Kartenvorverkauf für die WKK-Termine zu beflügeln half. „Keine oder eine“ Kartenbestellung, so Sagstetter, ging in aller Regel sonst pro Tag ein; nach der Verteilung des aktuellen Hefts waren binnen weniger Tage 15 Tickets weggegangen. „Das ist doch unsere Aula!“, dachte sich Inge Frank, als sie das Programmheft durchblätterte und dabei das Foto von der Klosteraula entdeckte. Die Mitarbeiterin in der Tourist-Info und ihre Kollegin Monika Sommer können aber auf Anfrage von Oberpfalz-Medien nicht bestätigen, dass sich die Veröffentlichung der Telefonnummer unmittelbar auf die Anzahl der Anrufer von auswärts ausgewirkt hat. Dies jedoch sage aber nichts aus über die Resonanz auf den Beitrag. Denn viele Interessenten informierten sich vor allem übers Internet.

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